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FFH-Verträglichkeitsprüfungen in NRW


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FFH-Verträglichkeitsprüfungen in NRW


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FFH-Verträglichkeitsprüfungen zu DE-3711-301 Emsaue <MS, ST>

VP-Kennung Plan- / Projektart
Bezeichnung
Geprüfte Arten
(Auswirkungen)
Geprüfte LRT
(Auswirkungen)
Datum Ausnahme erteilt nach
VP-3711-301-04509

Plan/Projekt-ID:
VP-04509
Landwirtschaft, Tiermastanlage, Ausbau

Erweiterung einer Schweinemastanlage
Kurze Beschreibung des Plans/Projekts (Ortsangabe, Ausführungsart) und Darstellung der relevanten Wirkungen/Wirkfaktoren inklusive ihrer Intensität und ihrer maximalen Einflussbereiche, ggf. im Zusammenwirken mit anderen Plänen/Projekten (Summation); ggf. Verweis auf andere Unterlagen.

Erweiterung einer Schweinemastanlage +500 Tierplätze in Greven-Gimbte Flur 1 Flurstück 58
Immissionsprognose N-FFH-Greven-2016-08-23 liegt dem Antrag bei.
9130 (nicht erheblich) Unterlagen vollständig:
21.12.2016

Genehmigung:
17.03.2017

Genehmigung befristet bis:

§34 Abs. 3:
Nicht erforderlich

§34 Abs. 4:
Nicht erforderlich
VP-3711-301-05141

Plan/Projekt-ID:
VP-05141
Landwirtschaft, Tiermastanlage, Ausbau

Erweiterung eines Schweinemaststalles von 840 auf 1400 Mastplätze
Das genehmigte Projekt in Greven, Gemarkung Greven, Flur 48, Flurstück 66 umfasst die Erweiterung eines Schweinemaststalls von 840 auf 1400 Mastplätze. Die Abluftführung erfolgt laut Planung über mindestens 12 m Abluftschächte (mind. 3 m über Grund) bei einer Abluftaustrittsgeschwindigkeit von mind. 7 m/s. Die Ems fließt südlich der Hofstelle in einem Bogen mit einem Abstand von mindestens 500 m oder mehr um die Hofstelle herum. Die Entfernung zum FFH-Gebiet Ems < MS, ST> sowie zum nächstgelegenen, stickstoffempfindlichen Lebensraumtyp beträgt ca. 600 bzw. 630 m. Mit Datum vom 27.08.2013 wurde eine Immissionsschutzgutachten (Nr. 15070813) mit integrierter FFH-Vorprüfung erstellt. Gemäß Gutachten betragen die Ammoniakemissionen durch die Betriebserweiterung 1.630,7 kg/a (bei 560 Tieren u. einem tierspezif. E-Faktor von 3,64 kg/(TP*a)). Als Ergebnis der Immissionsprognose kann festgehalten werden, dass - unter Berücksichtigung der Betriebserweiterung und der Schadensbegrenzungsmaßnahmen (z. B. die optimierte Abluftführung mit Abluftschächten von mindestens 12 m über Grund bzw. 3 m über First bei einer Abluftaustrittsgeschwindigkeit von mind. 7 m/s) - die 0,1 kg N/(ha*a)-Isolinie das FFH-Gebiet stellenweise randlich tangiert. Die Grenze zum Schutzgebiet wird jedoch nicht überschritten. Auf eine vertiefende FFH-Verträglichkeitsprüfung wurde verzichtet. Konkrete Angaben zu FFH-Lebensraumtypen und -Arten liegen somit nicht vor. Das Verfahren wird aus Gründen der Vollständigkeit und mit Blick aus mögliche Summationswirkungen auch ohne Angaben zu den Lebensraumtypen und Arten in das FIS aufgenommen.
Unterlagen vollständig:

Genehmigung mit Nebenbestimmungen:
07.01.2014

Genehmigung befristet bis:

§34 Abs. 3:
Nicht erforderlich

§34 Abs. 4:
Nicht erforderlich
VP-3711-301-05142

Plan/Projekt-ID:
VP-05142
Landwirtschaft, Tiermastanlage, Ausbau

Tretmiststall für Bullen, Änderung/Aufstockung Bullenstall, Neubau Fahrsilo
Das genehmigte und bis August 2017 noch nicht realisierte Projekt in Greven, Gem. Greven Flur 32, Flurstücke 26.94 u.142, umfasst die Errichtung eines Tretmiststalls für Bullen, die Änderung u. Aufstockung eines vorhandenen Bullenstalls sowie den Neubau eines Fahrsilos. Die Anlage liegt im Minimum etwa 750 m westlich des FFH-Gebietes Ems <MS, ST>. Mit Datum vom 24.08.2015 wurde eine Ausbreitungsberechnung für die anlagenbedingte Stickstoffdeposition erstellt. Gemäß Berechnung tangiert die 0,10 kg N/(ha*a)-Isolinie die östliche der Anlage gelegene Grenze des FFH-Gebietes nur peripher, N-empfindliche Lebensraumtypen sind nicht betroffen. Auf eine FFH-Verträglichkeitsprüfung wurde darum verzichtet und konkrete Angaben zu FFH-Lebensraumtypen und -Arten liegen somit nicht vor. Das Verfahren wird aus Gründen der Vollständigkeit und mit Blick aus mögliche Summationswirkungen auch ohne Angaben zu den Lebensraumtypen und Arten in das FIS aufgenommen.
Unterlagen vollständig:

Genehmigung mit Nebenbestimmungen:
04.01.2016

Genehmigung befristet bis:

§34 Abs. 3:
Nicht erforderlich

§34 Abs. 4:
Nicht erforderlich
VP-3711-301-05144

Plan/Projekt-ID:
VP-05144
Abgrabung, Lockergestein, trocken

Abgrabung von Sand
Die Trockensandabgrabung in Greven, Gemarkung Greven, Flur 149, Flurstück 72 befindet sich auf einer Fläche im Bereich der Anschlussstelle Greven der BAB 1. Getrennt durch die Schützenstraße grenzt die Abgrabungsfläche an das FFH-Gebiet Emsaue an. Die gesamte Vorhabensfläche für die Sandabgrabung im Trockenbauverfahren umfasst 5,9 ha, wobei die konkrete Abbaufläche nach Abzug der Abstandsflächen 4,8 ha beträgt. Das Sandabbauvolumen beträgt 197.000 m³. Davon ausgehend, dass der Grundwasserstand im Norden nicht über 42 mNN u. im Süden nicht über 41 mNN liegt, wird Grundwasser mit der Abgrabung nicht angeschnitten. Zum prognostizierte Grundwasserstand verbleibt eine Schutzschicht von 2 m, wodurch sich eine mittlere Abbautiefe von 5,9 m ergibt. Der in geringen Mengen anfallende Abraum wird zur Wiederverfüllung verwendet. Anfallender Oberboden dient nach der Zwischenlagerung der Rekultivierung. Der Abbau erfolgt in 3 Abschnitten über ca. 5-6 Jahre. Die Rekultivierung folgt dem Abbau zeitversetzt. Nach Abschluss der Abgrabung u. Wiederverfüllung mit unbelastetem Boden bis 1 m unter Geländeniveau bzw. bis auf das Niveau der Schützenstraße ist Grünlandnutzung (extensive Wiese) vorgesehen. In der FFH-Verträglichkeitsvorprüfung vom 23.10.2007 werden die Auswirkungen des Vorhabens als nicht erheblich bewertet, da keine Zerstörung/Beeinträchtigung von FFH-Biotopen und -Arten stattfindet. Potentielle Beeinträchtigungen durch Immissionen und Gefahrstoffe in Boden, Grund- und Fließgewässer werden aufgrund von Vermeidungsmaßnahmen verhindert. Im Rahmen der FFH-Vorprüfung wurde auf eine konkrete Betrachtung von FFH-LRT und -Arten zur Gunsten einer allgemeinen Abschätzung verzichtet. Es wurde festgestellt, dass keine vertiefende Betrachtung u. keine FFH-Verträglichkeitsprüfung erforderlich ist.
3260 (nicht erheblich) Unterlagen vollständig:

Genehmigung mit Nebenbestimmungen:
23.10.2007

Genehmigung befristet bis:

§34 Abs. 3:
Nicht erforderlich

§34 Abs. 4:
Nicht erforderlich

Gebietsinformationen laut Standarddatenbogen

Ausführliches Natura2000-Meldedokument des Gebietes DE-3711-301 im Fachinformationssystem "Natura 2000-Gebiete in Nordrhein-Westfalen".

Fläche: 2721 ha
Kreis(e): Muenster, Steinfurt
Kurzcharakterisierung: Das Gebiet umfaßt 10 Naturschutzgebiete entlang der Ems im Kreis Steinfurt und der Stadt Münster. Neben naturnah mäandrierenden Emsabschnitten sind vor allem Altwässer unterschiedlichster Entwicklungsstadien mit oft ausgedehnten Seggenrieden und Röhrichten, Auengrünland und Gehölzgruppen sowie kleinflächige Dünenbereiche mit Sandtrockenrasen, offenen Sandflächen und ein wiedervernässtes, ehemals abgetorftes Hochmoor prägende Landschaftselemente des Gebietes. Lokal sind magere Flachlandmähwiesen erhalten sowie eine größere Wachholder-Heide. Großflächig ist auch Feucht- und Naßgrünland mit Flutrasen, Seggenrieden, Quellen und Niedermooren sowie ehemaligem Hochmoor (Boltenmoor) vorhanden. Neben naturnahen Emsabschnitten sind auch naturnah mäandrierende Seitenbäche mit begleitendem Auwald in das Gebiet aufgenommen worden. Teilweise stocken alte bodensaure Eichenwälder und bodensaure Buchenwälder auf den stellenweise steilen und bis ca. 10 m hohen Terrassenkanten der Ems. In der Aue sind fleckenartig Erlenbrücher vorhanden. In der Ems ist Unterwasser- und Schwimmblattvegetation ausgebildet.
Lebensräume von gemeinschaftlichem Interesse nach FFH-Richtlinie:
  • Auen-Waelder mit Alnus glutinosa und Fraxinus excelsior (Alno-Padion, Alnion incanae, Salicion albae) (91E0)
  • Duenen mit offenen Grasflaechen mit Corynephorus und Agrostis [Duenen im Binnenland] (2330)
  • Natuerliche eutrophe Seen mit einer Vegetation des Magnopotamions oder Hydrocharitions (3150)
  • Fliessgewaesser der planaren bis montanen Stufe mit Vegetation des Ranunculion fluitantis und des Callitricho-Batrachion (3260)
  • Wacholderbestaende auf Zwergstrauchheiden oder Kalkhalbtrockenrasen (5130)
  • Magere Flachland-Maehwiesen (Alopecurus pratensis, Sanguisorba officinalis) (6510)
  • Uebergangs- und Schwingrasenmoore (7140)
  • Waldmeister-Buchenwald (Asperulo-Fagetum) (9130)
  • Alte bodensaure Eichenwaelder auf Sandebenen mit Quercus robur (9190)
  • Hartholzauewaelder mit Quercus robur, Ulmus laevis, Ulmus minor, Fraxinus excelsior o. Fraxinus angustifolia (Ulmenion minoris) (91F0)
  • Trockene Sandheiden mit Calluna und Genista [Dünen im Binnenland] (2310)
  • Moorwaelder (91D0)
Arten von gemeinschaftlichem Interesse nach FFH- oder Vogelschutzrichtlinie:
  • Steinbeißer
  • Groppe
  • Eisvogel
  • Wachtelkönig
  • Schwarzspecht
  • Große Moosjungfer
  • Kammmolch
  • Bachneunauge
  • Bitterling
Startpunkt der Summationsbetrachtung: 07.12.2004
Art
Lebensraumtyp
[+] 3260 Fliessgewaesser der planaren bis montanen Stufe mit Vegetation des Ranunculion fluitantis und des Callitricho-Batrachion
[+] 9130 Waldmeister-Buchenwald (Asperulo-Fagetum)
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