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FFH-Verträglichkeitsprüfungen in NRW


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FFH-Verträglichkeitsprüfungen in NRW


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FFH-Verträglichkeitsprüfungen zu DE-4008-301 Berkel

VP-Kennung Plan- / Projektart
Bezeichnung
Geprüfte Arten
(Auswirkungen)
Geprüfte LRT
(Auswirkungen)
Datum Ausnahme erteilt nach
VP-4008-301-04272

Plan/Projekt-ID:
VP-04272
Landwirtschaft, Tiermastanlage, Neubau

Neubau eines Ferkelaufzuchtstalles mit 1360 Plätzen etc.
Die Genehmigung der Tierhaltungsanlage in der Gemarkung Billerbeck-Kirchspiel, Flur 42, Flurstück 73, umfasst den Neubau eines Ferkelaufzuchtstalles mit 1360 Plätzen, den Neubau eines Güllehochbehälters sowie Umbauten und Nutzungsänderungen im Bestand (z.B. Erhöhung des Tierbestandes auf 245 Sauen und 320 Mastplätze). Das FFH-Gebiet Berkel (Fließgewässer) befindet sich ca. 150 m nördlich der Hofstelle. Ausgehend vom Wirkfaktor Stickstoff-Emission wurde in einem Gutachten die FFH-Verträglichkeit der Anlage geprüft und bestätigt (vgl. Landschaftspflegerischer Begleitplan von August 2012 und artenschutzrechtliche Vorprüfung vom 02.08.2012). Wesentliche Aussagen der Gutachten: Maßgebliche Lebensraumtypen sind in dem vom Projekt beeinflussten Berkelabschnitt nicht vertreten, Beeinträchtigungen werden nicht erwartet. Die stickstoffempfindlichen Gewässerbewohner Groppe und Bachneunauge wurden ca. 10 bzw. 20 km flussabwärts dokumentiert. Bei der Ermittlung möglicher realistischer Ammoniakbelastungen (NH3-Gesamtemmission) und deren Auswirkungen auf Fließgewässer wurden vergleichbare Fälle von Tierhaltungsanlagen der Umgebung herangezogen. Die prognostizierten Zusatzbelastungen der in diesem Protokoll dokumentierten Anlage liegt demnach zwischen 0,7 Promille und 1,7 % der in verschiedenen Fließgewässern gemessenen Ammonium-N-Konzentrationen, was laut Gutachten weit unterhalb der zu Grunde gelegten Grenzwerte von Groppe und Bachneunauge (Grenzwert: 1 mg/l Ammoniak/Ammoniumkonzentration) liegt. Zudem kommt es aufgrund der Wasserführung der Berkel flussabwärts zu einer starken Verdünnung der anlagenbedingten Stickstoffeinträge. Relevante Beeinträchtigungen von Groppe und Bachneunauge durch Ammoniakemissionen über den Luftpfad wurden ebenfalls ausgeschlossen.
Groppe (nicht erheblich)
Bachneunauge (nicht erheblich)
3260 (keine)
6430 (keine)
91E0 (keine)
9110 (keine)
9190 (keine)
Unterlagen vollständig:

Genehmigung mit Nebenbestimmungen:
06.12.2012

Genehmigung befristet bis:

§34 Abs. 3:
Nicht erforderlich

§34 Abs. 4:
Nicht erforderlich
VP-4008-301-04273

Plan/Projekt-ID:
VP-04273
Landwirtschaft, Tiermastanlage, Ausbau

Änderung/Umnutzung eines landwirtschaftl. Gebäudes zu Schweinemaststall
Das Bauvorhaben auf einer vorhanden Hofstelle in Coesfeld, Gemarkung Coesfeld-Kirchspiel, Flur 23, Flurstück 179 umfasst Umbau und Umnutzung einer landwirtschaftl. Maschinenhalle zu einem Schweinemaststall mit 500 Plätzen. Die Hofstelle liegt ca. 280 m nördl. des FH-Gebietes Berkel u. ca. 80 m östl. des Felsbaches, der nach 1,5 km (südwestl.) in die Berkel mündet. FFH-relevante Gutachten: Immissionsprognose u. FFH-Verträglichkeitsvorprüfung von April/Mai 2013. Untersuchte Wirkfaktoren: Geruchs- u. Stickstoff-Depositionsbelastung in einem Umkreis von 600 m um den Vorhabensstandort. Emissionsquellen der Nachbarbetriebe u. des Vorhabensstandortes wurden pessimal modelliert. Laut Gutachten lag die höchste Zusatzbelastung (ZB) im FFH-Gebiet vor Umsetzung des Bauvorhabens nahe 1 kg N/ha*a. Die Änderung der Abluftführung, mit Auslasshöhen von mind. 11,5 m - 12,5 m über Grund, u. sonstige Maßnahmen (Multiphasenfütterung, spezif. Haltungsbedingungen) bewirken eine Verbesserung der Belastungssituation. Die im Gutachten prognostizierte Depositionszusatzbelastung wird nach Vorhabensumsetzung im Bereich des FFH-Gebietes mit Werten > 0,30 u. max. zw. 0,45 u. 0,7 kg N/ha*a prognostiziert. Unter Berücksichtigung der mittleren Niedrigwasserführung (MNQ) wurde ein anlagenbedingter, zusätzl. Ammoniakeintrag in die Berkel von 0,00003 mg NH³/l errechnet. Dies entspricht im Vergleich zum Vorzustand (0,0001 mg NH³/l) einer Reduzierung des NH³-Eintrags von 70 %, was u. U. den empfindl. Arten Groppe u. Bachneunauge zu Gute kommt. Auch die anlagenbedingte ZB des benachbarten Waldbereichs u. der Felsbachaue wird verringert. Der südwestl. Waldbereich zw. Hofstelle u. Felsbach bleibt mit einer ZB von = 10,5 kg N/ha*a zwar erhebl. betroffen, jedoch ist dieser Bereich kleiner als vor der Änderung. Die Kompensation erfolgt durch zusätzliche Anpflanzungen.
Groppe (keine)
Bachneunauge (keine)
Unterlagen vollständig:

Genehmigung mit Nebenbestimmungen:
12.09.2013

Genehmigung befristet bis:

§34 Abs. 3:
Nicht erforderlich

§34 Abs. 4:
Nicht erforderlich
VP-4008-301-04274

Plan/Projekt-ID:
VP-04274
Landwirtschaft, Tiermastanlage, Ausbau

Errichtung/Betrieb einer Anlagezum Halten/zur Aufzucht von Mastschweinen
Das Vorhaben auf einer bestehenden Hofstelle in der Gemarkung Coesfeld- Kirchspiel, Flur 68, Flurstück 12 umfasst nach der Umstrukturierung durch Stallanbau, Silo-Neubau (1018 m³ Nutzinhalt) und Nutzungsänderungen im Bestand Kapazitäten von 2.050 Ferkel- und 1.232 Mastschweineplätzen. Die Hofstelle liegt unmittelbar südlich des FFH-Gebietes Berkel. Die Ammoniakemissionen (NH³-Emissionen) u. N-Deposition können zur Eutrophierung stickstoffempfindl. Biotope u. des Fließgewässers führen u. die darin vorkommenden Arten Groppe u. Bachneunauge beeinträchtigen. Mögliche Beeinträchtigungen wurden u. a. im Rahmen einer Stickstoffdepositionsberechnung u. einer Studie zur FFH-Verträglichkeit des Vorhabens von August 2014 auf Basis der seinerzeit maßgeblichen Schwellenwerten (0,1 kg N/ha*a Zusatzbelastung; gebietsbezogene Bagatellschwelle von 3% des LRT-typischen CL) abgeprüft. Fazit der Gutachten: Die innerhalb der 0, 1-Isolinie liegenden LRT (Lebensraumtypen) "Flüsse mit Unterwasservegetation/Schlammbänken" werden als nicht N-empfindl. hinsichtlich der Lufteinträge eingestuft. Der nächstgelegene, potentiell gefährdete "Erlen-Eschen- Auenwaldbereich" liegt 2,6 km östl. der Anlage u. damit mind. 500 m außerhalb der 0,1-Isolinie. Die übrigen FFH-LRT kommen im weiteren Umfeld der Hofstelle nicht vor. Gleiches gilt für die N-empfindl. Arten Bachneunauge u. Groppe. Das nächste, bekannte Vorkommen des Bachnuenauges befindet sich 2,3 km flussabwärts, mind. 1000 m außerhalb der 0,1-Isolinie. Eine Situationsverschlechterung für die beiden Arten wird nicht erwartet. Die prognostizierte N-Zusatzbelastung durch Eintrag in den Wasserkörper liegt zw. 0,7 u. 1,7 ? der gemessenen Ammonium-N-Konzentration. Eine kumulierende Betrachtung mit sonstigen Beeinträchtigungen wurde seinerzeit nicht für notwendig erachtet.
Groppe (keine)
Bachneunauge (nicht erheblich)
3260 (nicht erheblich)
3270 (nicht erheblich)
91E0 (nicht erheblich)
9110 (keine)
9190 (keine)
6430 (keine)
Unterlagen vollständig:

Genehmigung mit Nebenbestimmungen:
18.01.2016

Genehmigung befristet bis:

§34 Abs. 3:
Nicht erforderlich

§34 Abs. 4:
Nicht erforderlich
VP-4008-301-04304

Plan/Projekt-ID:
VP-04304
Landwirtschaft, Tiermastanlage, Ausbau

Änderung und Betrieb einer Anlage zum Halten von Schweinen etc.
Die Genehmigung des Projekts auf dem Grundstück in 48703 Stadtlohn, Hengeler 3, Gemarkung Kirchspiel Stadtlohn, Flur 314, Flurst. 216, Flur 303, Flurst. 74, 82 bezieht sich auf Änderung, Neubau u. Betrieb verschiedener Anlagen zum Halten von Schweinen u. zur Lagerung von Gülle. Der Gesamtbestand nach der Erweiterung umfasst 6.380 Mastschweineplätze, 3 getrennte Flüssiggastanks mit einem Gesamtinhalt von 16.100 l u. 8268 m² Güllelager. Das Projekt liegt ca.1,1 km nordöstlich des FFH-Gebietes Berkel, der Abstand zum Flusslauf beträgt ca. 1,3 km. Grundlage/Bestandteil der Genehmigung: Gutachten zu den Immissionen von Geruch, Ammoniak, Stickstoff u. Staub vom 26.07.2013, Geräuschimmissionsprognose vom 03.12.2012, Umweltverträglichkeitsuntersuchung vom 19.04.2009, Landschaftspflegerischer Begleitplan vom 26.09.2012 inklusive Nachtrag vom 02.08.2013, Artenschutzrechtliche Prüfung vom 26.09.2012, Studie zur FFH-Verträglichkeitsprüfung vom19.04.2013.
Die Schadstoffemissionen des Betriebes wirken auf empfindliche Biotope des FFH-Gebietes ein. Wirkfaktor: Eutrophierung. Laut Gutachten werden die Ammoniakimmissionen trotz Optimierung der Ablufttechnik insgesamt zunehmen. Gemäß Stickstoffdepositionsberechnung ragt die Isoplethe für 0,1 kg N/(ha*a) z. T. in den nächstgelegenen Teil des FFH-Gebietes hinein. Das Gutachten prognostiziert hier eine zusätzliche Stickstoffdeposition von maximal 0,12 kg N/(ha*a). Die nächstgelegene Fläche des FFH-Weichholzauenwaldes (LRT 91E0) befindet sich ca.1,3 km südwestlich der Anlage u. liegt außerhalb der Schwelle von 0,1 kg N/(ha*a). Die kumulative Betrachtung der Stickstoffdeposition zeigt an den Rändern dieses Waldbereichs Werte zw. 0,77 u. 0, 86 kg N/(ha*a). Beeinträchtigungen von den in der Berkel vorkommenden Arten Bachneunauge und Groppe werden ausgeschlossen.
Groppe (nicht erheblich)
Bachneunauge (nicht erheblich)
91E0 (nicht erheblich)
3260 (nicht erheblich)
6430 (nicht erheblich)
9110 (nicht erheblich)
9190 (nicht erheblich)
Unterlagen vollständig:

Genehmigung mit Nebenbestimmungen:
17.09.2013

Genehmigung befristet bis:

§34 Abs. 3:
Nicht erforderlich

§34 Abs. 4:
Nicht erforderlich
VP-4008-301-04305

Plan/Projekt-ID:
VP-04305
Landwirtschaft, Tiermastanlage, Neubau

Errichtung u. Betrieb einer Anlage zum Halten von Geflügel (Masthähnchen)
Die Genehmigung des Projekts auf dem Grundstück in 48703 Stadtlohn, Schützenweg 254, Gemarkung Kirchspiel Stadtlohn, Flur 501, Flurst. 35, 76, 77 umfasst u. a. den Neubau von zwei Hähnchenmastställen (mit jeweils 46.000 Plätzen, Ablufthöhe 11 m (über Grund) u. die Errichtung unterirdischer Löschwasserbehälter. Ca. 2,7 km nördl. des Projekts liegt das FFH-Gebiet Berkel u. ca. 4,3 km südwestlich liegt auf dem Gebiet des Königreichs der Niederlande das FFH-Gebiet Willinks Weust. Grundlage/Bestandteil der Genehmigung sind: Umweltverträglichkeitsuntersuchung Nr. 11.045 vom 21.06.2011, Landschaftspflegerischer Fachbeitrag Nr.10.340 vom 20.12.2010 inkl. der Ergänzungen vom 14.02. u. 25.11.2011, Gutachten über Geruchs-, Ammoniak-, Staub- u. Keimimmissionen Nr. 11.013 vom 21.06.2013 mit Zusatz Nr. 11.013zb vom 15.03.2012, Zusätze hinsichtlich der Stickstoffdeposition Nr. 11.013z vom 26.10.2011 u. Nr 11.013za vom 03.01.2012 (Zusatz zur Betrachtung des FFH-Gebietes in den Niederlanden), Artenschutzrechtl. Prüfung vom 25.08.2010, Geräuschimmissionsprognose vom 13.09.2011 inkl. Ergänzung vom 02.03.2012. Wesentlicher Wirkfaktor: Eutrophierung. Das Gebiet liegt außerhalb der 0,3 kg N-Isolinie. Gemäß Ausbreitungsberechnung wird bei einem Critical Load (CL) von 15 kg N/(ha*a) eine Zusatzbelastung (ZB) an N-Deposition von 3% des CL (= 0,45 kg N/(ha*a)) in keinem der Lebensraumtypen (LRT) im FFH-Gebiet Berkel überschritten. Bezogen auf das niederländische FFH-Gebiet Willings Weust wurde eine ZB durch N-Deposition von max. 0,5 % des CL der N-Deposition von 830 mol N/(ha*a) (maßgebl. CL) betrachtet. Die Ausbreitungsberechnung hat diesbezüglich ergeben, dass eine ZB an N-Deposition von 0,5% des CL in dem niederländischen FFH-Gebiet nicht überschritten wird.
3150 (nicht erheblich)
3260 (nicht erheblich)
3270 (nicht erheblich)
6430 (nicht erheblich)
6510 (nicht erheblich)
9110 (nicht erheblich)
9160 (nicht erheblich)
9190 (nicht erheblich)
91E0 (nicht erheblich)
Unterlagen vollständig:

Genehmigung mit Nebenbestimmungen:
27.04.2012

Genehmigung befristet bis:

§34 Abs. 3:
Nicht erforderlich

§34 Abs. 4:
Nicht erforderlich
VP-4008-301-04306

Plan/Projekt-ID:
VP-04306
Landwirtschaft, Tiermastanlage, Ausbau

Änderung u. Betrieb einer Anlage zum Halten von Schweinen etc.
Die Anlage zum Halten von Schweinen, zur Lagerung von Flüssiggas (3.161 t Propan, 6.400 l Tankinhalt) u. von Gülle (9.258 m³) befindet sich auf dem Grundstück in 48703 Stadtlohn, Markenweg, Gem. Kirchspiel Stadtlohn, Flur 301, Flurst. 15. Nach der Erweiterung um 2 Ställe mit je 1920 Mastplätzen umfasst die Anlage 5.760 Mastschweineplätze. Sie liegt ca. 450 m nördl. des FFH-Gebietes Berkel. Grundlagen/Bestandteile der Genehmigung: Geruchsgutachten, die Ammoniak- u. Stickstoffprognose Nr. G-2363-02 vom 30.09.2010 inkl. 2 Ergänzungen vom 17.01. u. 31.03.2011; Umweltverträglichkeitsuntersuchung vom 08.11.2010, Landschaftspflegerischer Begleitplan vom 08.11.2010 inkl. Nachtrag vom 16.05.2011; Artenschutzrechtl. Prüfung vom 08.11.2010; Studie im Rahmen der FFH-Verträglichkeitsprüfung von Nov. 2010 u. weitere Gutachten. Eutrophierung durch stoffl. Einträge u. die Zunahme des Lieferverkehrs bzw. ein um 40 % erhöhtes Verkehrsaufkommen stellen potentiell FFH-relevante Wirkfaktoren dar. Eine Beeinträchtigung von Groppe u. Bachneunauge wird laut Gutachten jedoch ausgeschlossen, da bei Niedrigwasserführung die Zusatzbelastung durch Ammonium-N mit 0,35 µg/l (0,25 µgN/l) < 1% der gemessenen Vorbelastung in Höhe von 0,10 mg/l Ammonium-N liegt. Unter Berücksichtigung der "Auskämmeffekte" schließt die gutachterliche Prognose auch im Bereich des mit 990 m flussabwärts nächstgelegenen, N-empfindlichen FFH-Auenwaldes (LRT 91E0) erhebliche Belastung aus. Der Einwirkungsbereich der Anlage wird durch Isolinien für die Depositionen von 0,45 u. 0,9 kg N/(ha*a) dargestellt. Der FFH-relevante Auenwaldbereich liegt im Wesentlichen außerhalb der 0,9-Isolinie. Nur auf einer kleinen, südwestlich der Anlage gelegenen randlichen Parzelle werden Werte zw. 0,90 u. 0,98 kg N/(ha*a) prognostiziert.
Groppe (nicht erheblich)
Bachneunauge (nicht erheblich)
91E0 (nicht erheblich)
3260 (keine)
6430 (keine)
9110 (keine)
9190 (keine)
Unterlagen vollständig:

Genehmigung mit Nebenbestimmungen:
17.08.2011

Genehmigung befristet bis:

§34 Abs. 3:
Nicht erforderlich

§34 Abs. 4:
Nicht erforderlich
VP-4008-301-04668

Plan/Projekt-ID:
VP-04668
Wasserwirtschaft, Verfahren nach Par. 68 WHG

Verbesserung d. Durchchgängigkeit u. d. Gewässerstruktur d. Düsterbaches
Die Maßnahme liegt im FFH-Gebiet Berkelaue zwischen Billerbeck-Lutum und Coesfeld-Gaupel, in der Gemarkung Coesfeld-Kirchspiel, Flur 30, Flurstück 200. Sie umfasst u. a. die Verlegung des Düsterbachunterlaufs und der Düsterbachmündung in die Berkel und den Einbau von Totholz. Durch die naturnahe Umgestaltung von Aue und Gewässer soll der Zusammenhang zwischen den Fließgewässern Düsterbach und Berkel dauerhaft wieder hergestellt, die Gewässer wie auch die Auenflächen strukturell aufgewertet und die Auendynamik sowie die eigendynamische Uferentwicklung und die Überflutungshäufigkeit der Aue gefördert werden. Gleichzeitig werden mit den Projektmaßnahmen auch die heimische Fischfauna, wie z.B. die FFH-Arten Groppe und Bachneunauge unterstützt. Die Abschätzung der FFH-Relevanz dieser Planungen erfolgt im Rahmen der "Begründung und Erläuterung der Maßnahmen" vom 30.04.2014. In den Ausführungen wird das Projekt als FFH-verträglich eingeschätzt. Da es sich bei der Maßnahme offensichtlich um eine ökologische Aufwertung handelt, wurde auf eine gesonderte Umweltverträglichkeitsuntersuchung oder auf eine spezifische Vorprüfung und auf eine FFH- Verträglichkeitsprüfung verzichtet. Eingehende Betrachtungen der FFH-relevanten Lebensraumtypen und -Arten oder eine auf das FFH-Gebiet bezogene Flächenbilanzierung wurden nicht vorgenommen. Statt dessen wurden pauschale Aussagen zur FFH-Verträglichkeit gemacht. Hinweisen zur Groppe, die u. a. ausschlaggebend für die Gebietsmeldung war, ist zu entnehmen, dass das Vorhaben dem Schutz der Groppe nicht entgegen steht, da die Maßnahmen am Düsterbach nichts an den Bedingungen für die Groppe in der Berkel ändert. Vorhandene Lebensraumtypen werden durch die Maßnahme ebenfalls nicht beeinträchtigt.
Groppe (keine)
6510 (keine) Unterlagen vollständig:

Genehmigung mit Nebenbestimmungen:
30.07.2014

Genehmigung befristet bis:

§34 Abs. 3:
Nicht erforderlich

§34 Abs. 4:
Nicht erforderlich

Gebietsinformationen laut Standarddatenbogen

Ausführliches Natura2000-Meldedokument des Gebietes DE-4008-301 im Fachinformationssystem "Natura 2000-Gebiete in Nordrhein-Westfalen".

Fläche: 728 ha
Kreis(e): Borken, Coesfeld
Kurzcharakterisierung: Die Berkelaue ist ein ca. 40 km langer, sehr reich strukturierter, von Grünland dominierter Auenabschnitt von der Quelle bis Vreden quer durch das Westmünsterland. Den in langen Abschnitten frei mäandrierenden Fluß begleiten zahlreiche auentypische Strukturen wie Flutmulden, Röhrichtbereiche und eine z.T. mit ausgedehnten Feuchtgrünlandflächen ausgestattete offene Auenlandschaft.
Lebensräume von gemeinschaftlichem Interesse nach FFH-Richtlinie:
  • Natuerliche eutrophe Seen mit einer Vegetation des Magnopotamions oder Hydrocharitions (3150)
  • Fliessgewaesser der planaren bis montanen Stufe mit Vegetation des Ranunculion fluitantis und des Callitricho-Batrachion (3260)
  • Feuchte Hochstaudenfluren der planaren und montanen bis alpinen Stufe (6430)
  • Magere Flachland-Maehwiesen (Alopecurus pratensis, Sanguisorba officinalis) (6510)
  • Auen-Waelder mit Alnus glutinosa und Fraxinus excelsior (Alno-Padion, Alnion incanae, Salicion albae) (91E0)
  • Subatlantischer oder mitteleuropaeischer Stieleichenwald oder Hainbuchenwald (Carpinion betuli) [Stellario-Carpinetum] (9160)
  • Hainsimsen-Buchenwald (Luzulo-Fagetum) (9110)
  • Alte bodensaure Eichenwaelder auf Sandebenen mit Quercus robur (9190)
Arten von gemeinschaftlichem Interesse nach FFH- oder Vogelschutzrichtlinie:
  • Bachneunauge
  • Groppe
  • Wespenbussard
  • Schwarzspecht
  • Eisvogel
Startpunkt der Summationsbetrachtung: 07.12.2004
Art
[+] Groppe (Cottus gobio)
[+] Bachneunauge (Lampetra planeri)
Lebensraumtyp
[+] 3150 Natuerliche eutrophe Seen mit einer Vegetation des Magnopotamions oder Hydrocharitions
[+] 3260 Fliessgewaesser der planaren bis montanen Stufe mit Vegetation des Ranunculion fluitantis und des Callitricho-Batrachion
[+] 3270 Fluesse mit Schlammbaenken mit Vegetation des Chenopodion rubri p.p. und des Bidention p.p.
[+] 6430 Feuchte Hochstaudenfluren der planaren und montanen bis alpinen Stufe
[+] 6510 Magere Flachland-Maehwiesen (Alopecurus pratensis, Sanguisorba officinalis)
[+] 9110 Hainsimsen-Buchenwald (Luzulo-Fagetum)
[+] 9160 Subatlantischer oder mitteleuropaeischer Stieleichenwald oder Hainbuchenwald (Carpinion betuli) [Stellario-Carpinetum]
[+] 9190 Alte bodensaure Eichenwaelder auf Sandebenen mit Quercus robur
[+] 91E0 Auen-Waelder mit Alnus glutinosa und Fraxinus excelsior (Alno-Padion, Alnion incanae, Salicion albae)
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