Titel:

FFH-Verträglichkeitsprüfungen in NRW


Logo:

FFH-Verträglichkeitsprüfungen in NRW


Suche:


Schriftmenü:

Schriftgrösse: ||

Inhalt:

FFH-Verträglichkeitsprüfungen zu DE-4013-301 Emsaue, Kreise Warendorf und Guetersloh

VP-Kennung Plan- / Projektart
Bezeichnung
Geprüfte Arten
(Auswirkungen)
Geprüfte LRT
(Auswirkungen)
Datum Ausnahme erteilt nach
VP-4013-301-04157

Plan/Projekt-ID:
VP-04157
Landwirtschaft, Tiermastanlage, Ausbau

Änderung der Tierhaltung
Kurze Beschreibung des Plans/Projekts (Ortsangabe, Ausführungsart) und Darstellung der relevanten Wirkungen/Wirkfaktoren inklusive ihrer Intensität und ihrer maximalen Einflussbereiche, ggf. im Zusammenwirken mit anderen Plänen/Projekten (Summation); ggf. Verweis auf andere Unterlagen.

Die Tierhaltung der landwirtschaftlichen Hofstelle des Antragstellers in 48231 Warendorf soll geändert werden. Die Mastschweinehaltung wird um 218 auf 1.240 Plätze abgestockt, die Haltung von Masthähnchen um 5.500 Plätze auf insgesamt 25.500 Plätze erweitert.

Die Ammoniakemissionen aus der Anlage wirken auf das benachbarte FFH-Gebiet "Emsaue" (DE-4013-301) ein. Insgesamt nehmen die Ammoniakemissionen aus der Anlage im geplanten Zustand ab, durch die geplanten Tierplatzänderungen reduziert sich die jährliche Gesamtemission um 371 kg N.
Unterlagen vollständig:

Genehmigung:
04.01.2017

Genehmigung befristet bis:

§34 Abs. 3:
Nicht erforderlich

§34 Abs. 4:
Nicht erforderlich
VP-4013-301-04709

Plan/Projekt-ID:
VP-04709
Landwirtschaft, Tiermastanlage, Neubau

Errichtung u. Betrieb einer Anlage zum Halten von Geflügel (Hähnchenmast)
Die Anlage zum Halten von Geflügel (Hähnchenmastanlage) in der Gemarkung Warendorf, Flur 411, Flurstück 37 verfügt nach Fertigstellung über 39.900 Mastgeflügelplätze, eine Sammelgrube (10 m³), eine Futtersiloanlage (80,3 m³) und einen Flüssigtank (4.8850 l). Ihre Außenmaße betragen etwa 90,2 x 21,4 m. Sie liegt ca. 100 m nordwestlich der Hofstelle und südlich des FFH-Gebietes "Emsaue, Kreise Warendorf u. Gütersloh". Der minimale Abstand zum Schutzgebiet beträgt ca. 750 m. Bedingt durch Ammoniakimmissionen ist eine zusätzliche Eutrophierung in der Umgebung der Anlage grundsätzlich nicht auszuschließen. Jedoch wurde laut Genehmigung bei der erforderlichen Vorprüfung des Einzelfalls festgestellt, dass es keiner weiteren Umweltverträglichkeitsprüfung bedürfe, da u. a. erhebliche nachteilige Umweltauswirkungen durch das Vorhaben nicht erwartet wurden. Basis dieser Entscheidungen waren die seinerzeit in NRW gültigen Handlungsempfehlungen für den Schutz von ammoniakempfindlichen Pflanzen u. Ökosystemen sowie Gutachten von vergleichbaren Anlagen. Diese führten zu der Annahme, dass oberhalb eines Radius von 25 m vom Emmissionsschwerpunkt (Abluftkamin Ostseite) der Irrelevanzwert von 3 µg NH³/m³ im Jahresmittel eingehalten wird. Gemäß Genehmigung befinden sich im Umkreis von 285 m um die Anlage (Mindestabstand nach TA Luft) keine empfindlichen Ökosysteme. Auf eine spezifische FFH-Verträglichkeitsprüfung wurde verzichtet. Da der Betrieb der Anlage nach aktuellem Kenntnisstand möglicherweise summationsrelevant ist und Auswirkungen auf das FFH-Gebiet offensichtlich nicht auszuschließen sind, erscheint die Aufnahme der Anlage in das FIS - auch ohne FFH-VP - sinnvoll. Die Eintragungen in Protokollteil B stützen sich auf Hinweise aus der Genehmigung u. beschränken sich auf die im SDB angegebenen LRT.
3150 (keine)
3260 (keine)
6510 (keine)
91F0 (keine)
91E0 (keine)
9160 (keine)
9130 (keine)
Unterlagen vollständig:

Genehmigung mit Nebenbestimmungen:
28.06.2007

Genehmigung befristet bis:

§34 Abs. 3:
Nicht erforderlich

§34 Abs. 4:
Nicht erforderlich
VP-4013-301-04711

Plan/Projekt-ID:
VP-04711
Errichtung/Betrieb e. Anlage z. Halten von Mastschweinen u. Masthähnchen
Das Projekt in der Gem. Warendorf, Flur 3; Flurstücke 4, 134 u. 135 erstreckt sich - neben dem Weiterbetrieb der vorhandenen Anlagen u. Nebeneinrichtungen - im Wesentlichen auf die Errichtung u. den Betrieb eines Hähnchenmaststalls, auf die Änderung der Aufstallung u. der Güllekanäle in vorhandenen Betriebseinheiten sowie auf die Aufgabe eines Stalls. Die Schweinehaltung mit 1.498 Mastplätzen wird beibehalten, 20.000 Hähnchenmastplätze werden neu geschaffen während 5.000 Hähnchenmastplätze aufgegeben werden. Die Hofstelle liegt ca. 85 m südl. des FFH-Gebietes "Emsaue Kreis Warendorf u. Gütersloh", der Abstand zur Ems beträgt ca. 775 m. Diverse Unterlagen wie z. B. die FFH-Vorprüfung von Nov. 2010, die Eingriffs-/Ausgleichsbilanzierung od. der Berichte zur Ammoniak- bzw. Stickstoff-Immissionsprognose Nr. 1051-IP/2010 + ergänzende Berechnungsergebnisse von 2012 sind Bestandteil der Antragsunterlagen. Projektauswirkungen umfassen mögliche Beeinträchtigungen durch Eutrophierung u. erstrecken sich insbesondere Ammoniakemissionen in N-empfindliche Biotope des FFH-Gebietes sowie auf giftige Ammoniakeinträge u. Beeinträchtigungen der Arten im Gewässer. Fazit der FFH-Vorprüfung: Die vom Betrieb ausgehende Gesamtbelastung verringert sich durch Minimierungsmaßnahmen auf 12-18 kg N-Eintrag/ha*a am Rand d. FFH-Geb.. Die potentiell betroffenen Tierarten Groppe, Bachneunauge, Steinbeißer u. Bitterling wurden im entsprechenden Ems-Abschnitt nicht nachgewiesen, weitere Tierarten sind nicht berührt. Der potentiell beeinträchtigte, N-empfindl. LRT 6510 (Glatthaferwiese) liegt laut Prognose nicht im Einwirkungsbereich der 0,45 kg N/ha*a-Isoplete. Der Bagatellwert von 0,75 kg N/ha*a wird eingehalten. Mögliche Beeinträchtigungen werden als unerheblich eingestuft. Sonstige Beeinträchtigungen von LRT sind laut FFH-VP nicht zu erwarten.
Steinbeisser (nicht erheblich)
Helm-Azurjungfer (keine)
Groppe (nicht erheblich)
Bachneunauge (nicht erheblich)
Kammmolch (keine)
6510 (nicht erheblich)
3150 (keine)
3260 (keine)
91E0 (keine)
91F0 (keine)
Unterlagen vollständig:

Genehmigung mit Nebenbestimmungen:
18.06.2012

Genehmigung befristet bis:

§34 Abs. 3:
Nicht erforderlich

§34 Abs. 4:
Nicht erforderlich
VP-4013-301-04714

Plan/Projekt-ID:
VP-04714
Landwirtschaft, Tiermastanlage, Ausbau

Errichtung/Betrieb einer Anlage zum Halten/zur Aufzucht von Schweinen
Das Projekt in Telgte in der Gem.Telgte-Kirchspiel, Flur 17, 59, Flurst. 21, 60; 62, 63, 72 bezieht sich auf den Stallneubau u. die Erweiterung eines Schweinemastbetriebes auf insgesamt 2.774 Tierplätze. Nach Durchführung des Vorhabens stehen auf der Hofstelle 1542 Schweinemast-, 200 Vormast-, u. 150 niedertragende Sauenmastplätze, 48 Sauenplätze mit Ferkeln, 10 Jungsauenplätze, 2 Eber- u. 822 Ferkelplätze zur Verfügung. Das Güllelagervolumen beträgt 3560 m³. Die Emissionen des landwirtschaftl. Betriebes, insbesondere die Nährstoffeinträge durch NH³-Emissionen bzw. Stickstoffdepositionen, wirken in das direkt südlich angrenzende FFH-Gebiet "Emsaue, Kreis Warendorf u. Gütersloh" ein. FFH-relevante Gutachten: Ammoniakimmissionsprognose von Feb. 2007, UVPG vom 16.04.2007, LBP vom 16.04.2007, FFH-Vorprüfung vom 16.04.2007. In der FFH-Vorprüfung werden Minderungen der Luftqualität durch Zunahme der NH³-Emissionen prognostiziert, jedoch befinden sich in dem untersuchten Bereich des FFH-Gebietes keine nach TA Luft empfindlichen Biotope. Der nahe gelegene Mussenbach u. der Emsaltarm werden von der 3 µg NH³/m³-Isoplethe nicht berührt. Durch den Einsatz optimierter Ablufttechniken im Bestand verringert sich die Belastungssituation (Reduzierung der NH³-Deposition) trotz erhöhter Tierplatzzahlen. Erhebliche Beeinträchtigungen im Schutzgebiet werden darum nicht prognostiziert. Ergänzender Hinweis: Mit Baugenehmigung vom 01.03.2007 plus Ergänzung vom 15.02.2008 wurde im Bereich der Hofstelle ein Einfamilienhaus mit Garage (ca. 260 m² Grundfläche) innerhalb des Schutzgebietes (im Randbereich) genehmigt. Gemäß FFH-Vorprüfung vom 23.08. 2006 wurde die FFH-Verträglichkeit geprüft u. bestätigt. Beeinträchtigungen wurden trotz Flächeninanspruchnahme nicht prognostiziert. Ein separates FIS-Prorokoll wurde nicht erstellt.
Steinbeisser (nicht erheblich)
Helm-Azurjungfer (nicht erheblich)
Groppe (nicht erheblich)
Bachneunauge (nicht erheblich)
Kammmolch (nicht erheblich)
3150 (nicht erheblich)
3260 (nicht erheblich)
Unterlagen vollständig:

Genehmigung mit Nebenbestimmungen:
31.01.2009

Genehmigung befristet bis:

§34 Abs. 3:
Nicht erforderlich

§34 Abs. 4:
Nicht erforderlich
VP-4013-301-04716

Plan/Projekt-ID:
VP-04716
Landwirtschaft, Tiermastanlage, Ausbau

Errichtung/Betrieb einer Anlage zum Halten/Aufzucht v. Schweinen/Rindern
Das Projekt in der Gem. Warendorf, Flur 4, Flurst. 19, 27, 54, 56 u. 109 umfasst im Wesentlichen folgende Maßnahmen: Abbruch u. Errichtung eines Krankenstalls für Mastbullen u. einer Mistplatte, Errichtung eines Blockheizkraftwerkes, eines Fahrsilos, einer Brückenwaage mit Wartehäuschen, einer Remise, einer Biogasanlage, eines Güllehochbehälters u. von Gerätelagerbehältern sowie Installation von Leitungen u.s.w.. Im Zuge des Verfahrens wurden in der Vergangenheit vorgenommene, baurechtliche Veränderungen aufbereitet. Trotz Umnutzung bleiben die Tierbestandszahlen von 1.484 Mastschweinen u. 200 Mastbullen erhalten. Die Güllekapazität verringert sich auf 1.514,50 m³, zugleich werden 3.076,50 m³ Gerstelagerkapazitäten geschaffen. Südwestlich und östlich der Hofstelle liegt das FFH-Gebiet "Emsaue, Kreise Warendorf und Gütersloh". In westlicher Richtung grenzt das FFH-Gebiet direkt an die Hofstelle an. Die Lebensraumtypen 9160 (Sieleichen-Hainbuschenwald) u. 3150 (Natürliche eutrophe Seen) liegen innerhalb eines Radius von 1000 m rund um die Hofstelle. Für das Vorhaben wurde mit Datum vom 04.10.2013 ein Landschaftspflegerischer Begleitplan, mit Datum vom 13.09.2013 ein Artenschutzrechtl. Fachbeitrag u. mit Datum vom 15.10.2013 eine FFH-Vorverträglichkeitsprüfung vorgelegt. Da sich der Tierbestand durch die Umbau- und Erweiterungsmaßnahmen nicht ändert, ist nicht von erhöhten Immissionen im Schutzgebiet auszugehen. Außerdem sind laut Gutachten aufgrund fehlender Empfindlichkeit der Funktionsräume keine erheblichen Projektauswirkungen auf das Schutzgebiet und keine Beeinträchtigungen der Erhaltungsziele zu erwarten. Potentielle Funktionsräume von FFH-relevanten Arten sind ebenfalls nicht betroffen. Summationsbetrachtungen haben keine kumulativen Wirkungen angezeigt.
Steinbeisser (keine)
Helm-Azurjungfer (keine)
Groppe (keine)
Bitterling (keine)
Kammmolch (keine)
3150 (nicht erheblich)
3260 (keine)
6510 (keine)
91F0 (nicht erheblich)
91E0 (keine)
Unterlagen vollständig:

Genehmigung mit Nebenbestimmungen:
08.04.2014

Genehmigung befristet bis:

§34 Abs. 3:
Nicht erforderlich

§34 Abs. 4:
Nicht erforderlich
VP-4013-301-04717

Plan/Projekt-ID:
VP-04717
Landwirtschaft, Tiermastanlage, Ausbau

Errichtung eines Fahrsilos und eines Schweinestalls
Das Projekt in der Gem. Sassenberg, Flur 42, Flurst. 35 beinhaltet die Errichtung eines Schweinemaststalls (486 m² für 264 Mastschweine), einer Futterküche u. eines Fahrsilos (180 m²) sowie Aufstallungsänderungen. In bestehenden Betriebseinheiten werden die Kapazitäten verringert. Insgesamt wird die Schweinehaltung am Standort "Warendorfer Landweg" in 46336 Sassenberg von 1.126 Tieren auf 1.302 Tiere erhöht. Die betreffende Hofstelle liegt ca. 225 m nördlich des FFH-Gebietes "Emsaue, Kreise Warendorf und Gütersloh". FFH-relevante Gutachten: FFH-Verträglichkeitsvorprüfung vom 20.12.2013, Umweltverträglichkeits-Vorprüfung mit Bestimmung der Immissionssituation vom 14.10.2013. Gemäß Gutachten verringert sich die Ammoniakfracht durch die Erweiterung der Hofstelle und durch entsprechende Minimierungsmaßnahmen auf 4,06 mg NH³/a. An den nächstgelegenen Randbereichen des FFH-Gebietes ergeben sich rechnerische Stickstoffdepositionswerte von 3,0 kg N/(ha*a). Die Staubimmissionen beschränken sich weitestgehend auf das unmittelbare Umfeld der vorhandenen und geplanten Stallgebäude. Die Verbesserung der Immissionssituation ergibt sich aus der Umstellung der Abluftführung auf Zwangsentlüftung mit einer baulichen Auslasshöhe von 10 m sowie aus der Abdeckung der Güllebehälter. Aufgrund dieser Maßnahmen errechnet sich eine Verringerung der Stickstoffdeposition von 41 - 65 %. Im 300 m-Wirkraum sowie im Referenzraum mit einem Radius von 1000 m rund um die Hofstelle befinden sich keine Lebensraumtypen und potentielle Funktionsräume von FFH-relevanten Arten sind von den Maßnahmen ebenfalls nicht betroffen. Es werden keine erheblichen Beeinträchtigung im FFH-Gebiet prognostiziert. Summationsbetrachtungen haben keine kumulativen Wirkungen angezeigt.
Helm-Azurjungfer (keine)
Groppe (keine)
Bachneunauge (keine)
Bitterling (keine)
Kammmolch (keine)
3150 (keine)
3260 (keine)
6510 (keine)
91F0 (keine)
91E0 (keine)
Unterlagen vollständig:

Genehmigung mit Nebenbestimmungen:
22.04.2014

Genehmigung befristet bis:

§34 Abs. 3:
Nicht erforderlich

§34 Abs. 4:
Nicht erforderlich
VP-4013-301-04719

Plan/Projekt-ID:
VP-04719
Abgrabung, Lockergestein, trocken

Abgrabung v. Sand, Verfüllung mit Boden u. externer Herrichtg. (Erw.-S.-Süd)
Das Projekt bezieht sich auf die Sandentnahme in Warendorf auf Grundstücken der Gemarkung Velsen, Flur 5, Flurst. 28, 31, 347, 349, 363 tlw., 364 tlw., 362 tlw.. Die Genehmigung zur Trockenentsandung umfasst eine Bausandmenge von 126.600 m³ u. eine Fläche von ca. 4,4 ha bei einer Abbautiefe von max. 5,6 m sowie die anschließende Wiederverfüllung des Geländes. Die Abbautiefe wird mit 1,0 m über dem höchsten ermittelten Grundwasserstand festgelegt. Nach dem Abbau wird das Gelände mit unbelastetem Boden und Steinen (Abfallschlüssel Nr. 170504) wieder annähernd auf Ursprungsniveau verfüllt, wobei Abbau u. Verfüllung sukzessive erfolgen. Das FFH-Gebiet "Emsaue, Kreise Warendorf u. Gütersloh" liegt ca. 200 m südl. der Abgrabung. Die FFH-Verträglichkeit des Projekts wurde im Rahmen einer sogenannten Voruntersuchung vom 10.15.2013 festgestellt. Diese Voruntersuchung wie auch der artenschutzrechtl. Fachbeitrag, der Rekultivierungsplan u. weitere Unterlagen sind als Bestandteil der Genehmigung ausgewiesen. Da es sich bei der betroffenen Emsaue um ein linear verlaufendes FFH-Gebiet handelt, wurde zur Festlegung des Wirkraums bzw. der Wirkreichweiten des Projekts ein Puffer von 300 m um die Eingriffsfläche gelegt. Abgesehen von der FFH-Art Helm-Azurjungfer, die im Bereich des Ortsteinbaches (Ems-Zufluss) vorkommt, sind im festgelegten Wirkraum keine Arten u. Lebensraumtypen vorhanden und betroffen. Laut Gutachten sind aufgrund fehlender Empfindlichkeiten der Funktionsräume keine Auswirkungen durch Flächenbeanspruchung, Zerschneidung, stoffliche Emissionen oder Einleitungen, akustische oder optische Wirkungen und Klima-, Grundwasser- oder Wasserstandsveränderungen zu erwarten. Kumulative Auswirkungen wurden ausgeschlossen.
Steinbeisser (keine)
Helm-Azurjungfer (nicht erheblich)
Bachneunauge (keine)
Bitterling (keine)
Kammmolch (keine)
91F0 (keine)
91E0 (keine)
3150 (keine)
3260 (keine)
6510 (keine)
Unterlagen vollständig:

Genehmigung mit Nebenbestimmungen:
28.01.2014

Genehmigung befristet bis:

§34 Abs. 3:
Nicht erforderlich

§34 Abs. 4:
Nicht erforderlich
VP-4013-301-04720

Plan/Projekt-ID:
VP-04720
Abgrabung, Lockergestein, trocken

Abgrabung von Sand mit anschließender Herrichtung (Dahlmann Nord-West)
Das Projekt bezieht sich auf die Entnahme von Bausand in Warendorf auf Grundstücken der Gemarkung Velsen, Flur 514, Flurstücke 7 u. 9 tlw.. Die Genehmigung zur Trockenentsandung umfasst eine Ausbeute von 172.400 m³ auf einer Fläche von ca. 5,6 ha bei einer Abbautiefe von 3 - 4 m sowie die anschließende Wiederverfüllung des Geländes mit Bodenaushub. Die Abbautiefe wird durch das anstehende Grundwasser begrenzt. Die Abbautiefe wird mit 1,0 m über dem Grundwasserstand festgelegt. Nach dem Abbau wird das Gelände mit Bodenmaterial u. Baggergut nach DIN 19731/Nr. 170510 wieder annähernd auf Ursprungsniveau verfüllt, wobei Abbau u. Verfüllung sukzessive erfolgen. Das FFH-Gebiet "Emsaue, Kreise Warendorf u. Gütersloh" liegt im Minimum etwa 300 m südl. u. die Ems sowie der nächstgelegene LRT 3150 befinden sich ca. 600 m südl. der Abgrabungsfläche. Die FFH-Verträglichkeit des Projekts wurde im Rahmen einer Umweltverträglichkeitsstudie, Anlage I vom 24.03.2005 festgestellt. Diese wurde erforderlich, da bei der Planung im August 2004 weitere, vor 2004 genehmigte, Entsandungen von >10 ha Gesamtgröße in der östl., westl. u. nördl. benachbarten Umgebung noch nicht komplett abgeschlossen waren. In der FFH-Verträglichkeitsprüfung werden ausschließl. temporäre Lärmimmissionen u. eine um ca. 15 % verminderte Grundwasserneubildung auf allen Entsandungsflächen (Fließrichtung zur Ems) als mögliche Projektauswirkungen mit geringen bzw. unerheblichen Beeinträchtigungsintensitäten prognostiziert. Doch auch unter Berücksichtigung der umliegenden Entsandungen werden wesentliche Beeinträchtigungen durch das Projekt ausgeschlossen. Aufgrund der Beeinträchtigungsintensität und des Abstandes zu grundwasserabhängigen FFH-LRT ist laut Gutachten keine erhebliche Beeinträchtigung zu erwarten.
Helm-Azurjungfer (keine)
3150 (keine) Unterlagen vollständig:

Genehmigung mit Nebenbestimmungen:
24.03.2005

Genehmigung befristet bis:

§34 Abs. 3:
Nicht erforderlich

§34 Abs. 4:
Nicht erforderlich
VP-4013-301-04721

Plan/Projekt-ID:
VP-04721
Abgrabung, Lockergestein, trocken

Abgrabung v. Sand, Verfüllung mit Boden u. externer Herrichtung (Strat.-Süd)
Das Projekt bezieht sich auf die Sandentnahme in Warendorf auf Grundstücken der Gemarkung Velsen, Flur 5, Flurstücke 361 u. 362 tlw.. Die Genehmigung zur Trockenentsandung umfasst eine Ausbeute von 179.130 m³ auf einer Fläche von ca. 6,75 ha bei einer Abbautiefe von max. 5,2 m sowie die anschließende Wiederverfüllung des Geländes. Die Abbautiefe wird mit 1,0 m über dem höchsten ermittelten Grundwasserstand festgelegt. Nach dem Abbau wird das Gelände mit natürlichem, unbelasteten Bodenmaterial nach DIN 19731wieder annähernd auf Ursprungsniveau verfüllt, wobei Abbau u. Verfüllung sukzessive erfolgen. Das FFH-Gebiet "Emsaue, Kreise Warendorf u. Gütersloh" liegt im Minimum etwa 180 m südl. u. die nächstgelegenen Lebensraumtypen (LRT) 3150 u. 91E0 befinden sich ca. 400 m bzw. 450 m südl. der Abgrabungsfläche. Die FFH-Verträglichkeit des Projekts wurde im Rahmen einer sogenannten Voruntersuchung vom 09.12.2008 festgestellt. Diese Voruntersuchung wie auch der artenschutzrechtl. Fachbeitrag, der Rekultivierungsplan u. weitere Unterlagen sind als Bestandteil der Genehmigung ausgewiesen. Da es sich bei der betroffenen Emsaue um ein linear verlaufendes FFH-Gebiet handelt, wurde zur Festlegung des Wirkraums bzw. der Wirkreichweiten des Projekts ein Puffer von 300 m um die Eingriffsfläche gelegt. Abgesehen von der FFH-Art Helm-Azurjungfer sind im festgelegten Wirkraum keine Arten und Lebensraumtypen vorhanden und betroffen. Laut Gutachten sind aufgrund fehlender Empfindlichkeiten der Funktionsräume keine Auswirkungen durch Flächenbeanspruchung, Zerschneidung, stoffliche Emissionen oder Einleitungen, akustische oder optische Wirkungen und Klima-, Grundwasser- oder Wasserstandsveränderungen zu erwarten.
Steinbeisser (keine)
Helm-Azurjungfer (nicht erheblich)
Bachneunauge (keine)
Kammmolch (keine)
3150 (keine)
3260 (keine)
6510 (keine)
91F0 (keine)
91E0 (keine)
Unterlagen vollständig:

Genehmigung mit Nebenbestimmungen:
15.07.2010

Genehmigung befristet bis:

§34 Abs. 3:
Nicht erforderlich

§34 Abs. 4:
Nicht erforderlich
VP-4013-301-04723

Plan/Projekt-ID:
VP-04723
Abgrabung, Lockergestein, trocken

Abgrabung von Sand u. Verfüllung mit natürlichem, unbelastetem Boden
Der Antrag vom 25.10. 2011 (plus Genehmigung vom 05.09.2012) bezieht sich auf die Gem. Einen, Flur 403, Flurstücke 29, 30, 52, 54. Er wurde ergänzt durch einen Änderungsantrag vom 23.01.2015 u. die hier zugrunde liegende Änderungsgenehmigung vom 27.05.2015, die sich jeweils auf die Gem. Einen, Flur 403, Flurstücke 30 tlw., 31, 52 tlw. beziehen. Der Projektträger betreibt auf dem Grundstück eine Abgrabung für Bausand (Trockenentsandung) u. die hier dargestellte Erweiterung der Abgrabungsflächen bezieht sich auf Flächen innerhalb der genehmigten Abgrabungsfläche. Die Gesamtausbeute der Abgrabung steigt mit diesem Projekt auf 801.041 m³. Der Abbau erfolgt in 6 Abschnitten bis zu einer Abbautiefe von ca. 7 m unter Geländeniveau auf einer Fläche von insgesamt ca. 20 ha. Die Abbautiefe wird durch das anstehende Grundwasser begrenzt. Der einzuhaltende Abstand der Abbausohle vom maximalen Grundwasserspiegel beträgt 1 m. Nach dem Abbau wird das Gelände mit unbelasteten Boden/Baggergut nach DIN 19731 annähernd auf Ursprungsniveau verfüllt. Abbau u. Verfüllung erfolgen sukzessive. Die Abgrabungsflächen liegen außerhalb des direkt südlich angrenzenden FFH-Gebietes "Emsaue, Kreise Warendorf u. Gütersloh". Mit Datum vom 21.06.2011 wurde eine FFH-Verträglichäglichkeitsvorprüfung vorgelegt. Darin wurde ein Wirkraum von 300 m um die Eingriffsfläche abgegrenzt. Auftretende Auswirkungen möglicher Wirkfaktoren wie Funktionsverluste bzw. Änderungen im Wasserhaushalt od. indirekte Habitatverluste sind gem. Gutachten aufgrund der sukzessiven Vorgehensweise temporär u. nicht erheblich. Gleiches gilt für die Wirkung der Stäube u. Abgase, die durch Baumbestände an der Terrassenkante u. einen zusätzlichen, begrünten Erdwall abgepuffert werden. Kumulative Auswirkung wurden in dem Gutachten ausgeschlossen.
Steinbeisser (keine)
Helm-Azurjungfer (keine)
Bachneunauge (keine)
Bitterling (keine)
Kammmolch (keine)
3150 (keine)
6510 (keine)
3260 (keine)
91F0 (keine)
91E0 (keine)
Unterlagen vollständig:

Genehmigung mit Nebenbestimmungen:
05.09.2012

Genehmigung befristet bis:

§34 Abs. 3:
Nicht erforderlich

§34 Abs. 4:
Nicht erforderlich

Gebietsinformationen laut Standarddatenbogen

Ausführliches Natura2000-Meldedokument des Gebietes DE-4013-301 im Fachinformationssystem "Natura 2000-Gebiete in Nordrhein-Westfalen".

Fläche: 1307 ha
Kreis(e): Warendorf, Guetersloh
Kurzcharakterisierung: Die Emsaue im Kreis Warendorf ist in Abschnitten (zwischen Telgte und Westbevern) naturnah erhalten, wird aber durch landwirtschaftliche Nutzung geprägt. Zu den naturnahen Teilen zählen vor allem die zahlreichen Altarme und die Ems am Truppenübungsplatz Dorbaum mit gut ausgebildeten Prall- und Gleitufern. In der Ems ist Unterwasser- und Schwimmblattvegetation entwickelt. Die naturnahen Abschnitte werden von Ufer-Hochstaudenfluren und Ufergehölzen gesäumt. Bei Haus Langen mündet die naturnah mäandrierende Bever in die Ems. In der Aue von Ems und Bever sind Feuchtgrünlandflächen, Altarme, Röhrichtbestände in Flutmulden, Quellbereiche, Hartholzauenwald- und Bruchwaldreste erhalten geblieben.
Lebensräume von gemeinschaftlichem Interesse nach FFH-Richtlinie:
  • Natuerliche eutrophe Seen mit einer Vegetation des Magnopotamions oder Hydrocharitions (3150)
  • Auen-Waelder mit Alnus glutinosa und Fraxinus excelsior (Alno-Padion, Alnion incanae, Salicion albae) (91E0)
  • Hartholzauewaelder mit Quercus robur, Ulmus laevis, Ulmus minor, Fraxinus excelsior o. Fraxinus angustifolia (Ulmenion minoris) (91F0)
  • Magere Flachland-Maehwiesen (Alopecurus pratensis, Sanguisorba officinalis) (6510)
  • Waldmeister-Buchenwald (Asperulo-Fagetum) (9130)
  • Subatlantischer oder mitteleuropaeischer Stieleichenwald oder Hainbuchenwald (Carpinion betuli) [Stellario-Carpinetum] (9160)
  • Fliessgewaesser der planaren bis montanen Stufe mit Vegetation des Ranunculion fluitantis und des Callitricho-Batrachion (3260)
Arten von gemeinschaftlichem Interesse nach FFH- oder Vogelschutzrichtlinie:
  • Bachneunauge
  • Groppe
  • Kammmolch
  • Helm-Azurjungfer
  • Steinbeißer
  • Eisvogel
  • Rohrweihe
  • Neuntöter
  • Heidelerche
  • Bitterling
Startpunkt der Summationsbetrachtung: 07.12.2004
Art
[+] Steinbeisser (Cobitis taenia)
[+] Helm-Azurjungfer (Coenagrion mercuriale)
[+] Groppe (Cottus gobio)
[+] Bachneunauge (Lampetra planeri)
[+] Bitterling (Rhodeus sericeus amarus)
[+] Kammmolch (Triturus cristatus)
Lebensraumtyp
[+] 3150 Natuerliche eutrophe Seen mit einer Vegetation des Magnopotamions oder Hydrocharitions
[+] 3260 Fliessgewaesser der planaren bis montanen Stufe mit Vegetation des Ranunculion fluitantis und des Callitricho-Batrachion
[+] 6510 Magere Flachland-Maehwiesen (Alopecurus pratensis, Sanguisorba officinalis)
[+] 9130 Waldmeister-Buchenwald (Asperulo-Fagetum)
[+] 9160 Subatlantischer oder mitteleuropaeischer Stieleichenwald oder Hainbuchenwald (Carpinion betuli) [Stellario-Carpinetum]
[+] 91E0 Auen-Waelder mit Alnus glutinosa und Fraxinus excelsior (Alno-Padion, Alnion incanae, Salicion albae)
[+] 91F0 Hartholzauewaelder mit Quercus robur, Ulmus laevis, Ulmus minor, Fraxinus excelsior o. Fraxinus angustifolia (Ulmenion minoris)
Die Kartenanwendung benötigt Javascript. Falls Sie diese Karte aufrufen möchten, schalten Sie in Ihrem Browser Javascript ein.