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FFH-Verträglichkeitsprüfungen in NRW


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FFH-Verträglichkeitsprüfungen zu DE-4314-302 Teilabschnitte Lippe- Unna, Hamm, Soest, Warendorf

VP-Kennung Plan- / Projektart
Bezeichnung
Geprüfte Arten
(Auswirkungen)
Geprüfte LRT
(Auswirkungen)
Datum Ausnahme erteilt nach
VP-4314-302-04789

Plan/Projekt-ID:
VP-04789
Energie, Kraftwerk, Kohle

Bau u. Betrieb e. Steinkohlekraftwerks (Feuerungswärmeleistung 1705 MW)
Der ca. 12,6 ha große Kraftwerksstandort befindet sich südwestlich der Innenstadt von Lünen im Stadtteil Lippolthausen im Lüner Stummhafen. Es wird Steinkohlekraftwerk mit einer Feuerungswärmeleistung (FWL) von bis zu 1.705 MW und einer elektrischen Leistung von 750 MW (netto) gebaut. Das beim Verbrennungsprozess entstehende Rauchgas wird nach einer Reinigung in einer mehrstufigen Rauchgasbehandlungsanlage über einen Reingaskanal im 160 m hohen Kühlturm an die Atmosphäre abgeleitet. Die Versorgung des Steinkohlekraftwerkes mit Kühl- und Prozesswasser erfolgt über eine Wasserentnahme aus dem Datteln-Hamm-Kanal durch die Gelsenwasser AG. Die Abwässer aus der Kühlturmabluft und der Rauchgasentschwefelungsanlage (REA) sollen in ca. 1 km Entfernung über eine Abwasserleitung des Stadtbetriebs Abwasserbeseitigung Lünen AöR (SAL) und ein vorhandenes Einleitungsbauwerk des Lippeverbandes in die Lippe eingeleitet werden. Die Errichtung des Trianel-Kraftwerks erfolgt außerhalb der Gebietskulisse des Netzes „Natura 2000“, jedoch sind in der Umgebung des Vorhabens verschiedene Natura-2000-Gebiete ausgewiesen. Von dem Vorhaben gehen Emissionen aus, die Wirkungen auf die Erhaltungsziele oder den Schutzzweck eines auch in einiger Entfernung gelegenen Schutzgebietes entfalten könnten (z.B. Stickoxide und Schwefeldioxid). (Gutachten vorhanden). Summation: Betrachtung der Auswirkungen der geplanten Kraftwerke Datteln 4 und Herne 5. Die Mindestentfernung zum FFH-Gebiet "Teilabschnitte Lippe - Unna, Hamm, Soest, Warendorf" beträgt 1,0 km. Wirkfaktoren: Immissionen sowohl über den Luftpfad als auch über den Wasserpfad möglich. Keine Beeinträchtigung von LRT 6510 und 91F0, da rund 40km vom KW entfernt.
Steinbeisser (keine)
Groppe (keine)
Flussneunauge (nicht erheblich)
Bachneunauge (keine)
Kammmolch (keine)
3150 (keine)
3260 (keine)
6510 (keine)
91E0 (nicht erheblich)
91F0 (keine)
Unterlagen vollständig:

Genehmigung mit Nebenbestimmungen:
20.11.2013

Genehmigung befristet bis:

§34 Abs. 3:
Nicht erforderlich

§34 Abs. 4:
Nicht erforderlich
VP-4314-302-05522

Plan/Projekt-ID:
VP-05522
Landwirtschaft, Tiermastanlage, Neubau

Hof 15 - Tierhaltungsanlage (zusätzlicher Summand "Trianel")
Für dieses Vorhaben wurde im Zuge des Genehmigungsverfahrens keine FFH-Verträglichkeitsprüfung durchgeführt. Die Stickstoffemissionen im Hinblick auf die Beeinträchtigung von FFH-Gebieten wurden erst im Zuge des Gerichtsverfahrens „Trianel“ im Frühjahr 2016 ermittelt, um festzustellen, ob es Überschneidungen der Emissionsfahnen des Trianel-Steinkohlekraftwerks und des in diesem Formular behandelten Vorhabens kommt. Die Immissionen an den beim Trianel-Verfahren festgelegten Beurteilungspunkten wurden ermittelt. Da es sich um eine zusätzliche und nachträgliche Betrachtung von Vorhaben handelt, liegen keine Stellungnahmen der Naturschutzbehörden vor. Erst im Jahre 2017 wurde festgelegt, dass diese Anlagen in das FIS FFH-VP aufgenommen werden sollen und bei weiteren Verfahren zu berücksichtigen sind. Ein Gutachten, aus dem die Emissionen hervorgehen ist vorhanden. Aus diesem Gutachten geht aber nicht hervor, ob es sich um eine Anlage handelt, die nach § 35 BauGB oder nach BImSchG genehmigt worden ist.
Die Emissionen dieser Tierhaltungsanlage überlagern sich mit denen des Trianel-Kraftwerkes. Es kommt jedoch auch in Summation nicht zu erheblichen Beeinträchtigungen.
6510 (nicht erheblich) Unterlagen vollständig:

Genehmigung:
23.07.2008

Genehmigung befristet bis:

§34 Abs. 3:
Nicht erforderlich

§34 Abs. 4:
Nicht erforderlich
VP-4314-302-05526

Plan/Projekt-ID:
VP-05526
Landwirtschaft, Tiermastanlage, Neubau

Hof 24 - Tierhaltungsanlage (zusätzlicher Summand "Trianel")
Für dieses Vorhaben wurde im Zuge des Genehmigungsverfahrens keine FFH-Verträglichkeitsprüfung durchgeführt. Die Stickstoffemissionen im Hinblick auf die Beeinträchtigung von FFH-Gebieten wurden erst im Zuge des Gerichtsverfahrens „Trianel“ im Frühjahr 2016 ermittelt, um festzustellen, ob es Überschneidungen der Emissionsfahnen des Trianel-Steinkohlekraftwerks und des in diesem Formular behandelten Vorhabens kommt. Die Immissionen an den beim Trianel-Verfahren festgelegten Beurteilungspunkten wurden ermittelt. Da es sich um eine zusätzliche und nachträgliche Betrachtung von Vorhaben handelt, liegen keine Stellungnahmen der Naturschutzbehörden vor. Erst im Jahre 2017 wurde festgelegt, dass diese Anlagen in das FIS FFH-VP aufgenommen werden sollen und bei weiteren Verfahren zu berücksichtigen sind. Ein Gutachten, aus dem die Emissionen hervorgehen ist vorhanden. Aus diesem Gutachten geht aber nicht hervor, ob es sich um eine Anlage handelt, die nach § 35 BauGB oder nach BImSchG genehmigt worden ist.
Die Emissionen dieser Tierhaltungsanlage überlagern sich mit denen des Trianel-Kraftwerkes. Es kommt jedoch auch in Summation nicht zu erheblichen Beeinträchtigungen.
3150 (keine)
6510 (nicht erheblich)
Unterlagen vollständig:

Genehmigung:
29.06.2007

Genehmigung befristet bis:

§34 Abs. 3:
Nicht erforderlich

§34 Abs. 4:
Nicht erforderlich

Gebietsinformationen laut Standarddatenbogen

Ausführliches Natura2000-Meldedokument des Gebietes DE-4314-302 im Fachinformationssystem "Natura 2000-Gebiete in Nordrhein-Westfalen".

Fläche: 1122 ha
Kreis(e): Warendorf, Hamm, Soest, Unna
Kurzcharakterisierung: Altwässer mit ihrer Röhricht-, Schwimmblatt- und Unterwasservegetation und der Flußlauf mit seinen Ufergehölzen kennzeichnen diese Abschnitte der Lippe. Trotz der Lage inmitten einer von Industrie, Landwirtschaft und Siedlung beanspruchten Landschaft ist hier das ursprüngliche Lebensraummosaik eines Fließgewässermittellaufes noch an vielen Stellen erkennbar. Typische Uferstrukturen wie Steilabbrüche stellen wertvolle Nistmöglichkeiten z.B. für den Eisvogel und Uferschwalbe dar. Von herausragender Bedeutung ist die Lippe als Lebensraum für das Bachneunauge.
Lebensräume von gemeinschaftlichem Interesse nach FFH-Richtlinie:
  • Auen-Waelder mit Alnus glutinosa und Fraxinus excelsior (Alno-Padion, Alnion incanae, Salicion albae) (91E0)
  • Fliessgewaesser der planaren bis montanen Stufe mit Vegetation des Ranunculion fluitantis und des Callitricho-Batrachion (3260)
  • Natuerliche eutrophe Seen mit einer Vegetation des Magnopotamions oder Hydrocharitions (3150)
  • Magere Flachland-Maehwiesen (Alopecurus pratensis, Sanguisorba officinalis) (6510)
  • Hartholzauewaelder mit Quercus robur, Ulmus laevis, Ulmus minor, Fraxinus excelsior o. Fraxinus angustifolia (Ulmenion minoris) (91F0)
  • Oligo- bis mesotrophe stehende Gewässer mit Vegetation der Littorelletea uniflorae und/oder der Isoeto-Nanojuncetea (3130)
Arten von gemeinschaftlichem Interesse nach FFH- oder Vogelschutzrichtlinie:
  • Bruchwasserläufer
  • Tüpfelsumpfhuhn
  • Kampfläufer
  • Bachneunauge
  • Flußneunauge
  • Steinbeißer
  • Groppe
  • Eisvogel
  • Fischadler
  • Trauerseeschwalbe
  • Rohrweihe
  • Wachtelkönig
  • Wanderfalke
  • Zwergsäger
Startpunkt der Summationsbetrachtung: 07.12.2004
Art
[+] Steinbeisser (Cobitis taenia)
[+] Groppe (Cottus gobio)
[+] Flussneunauge (Lampetra fluviatilis)
[+] Bachneunauge (Lampetra planeri)
[+] Kammmolch (Triturus cristatus)
Lebensraumtyp
[+] 3150 Natuerliche eutrophe Seen mit einer Vegetation des Magnopotamions oder Hydrocharitions
[+] 3260 Fliessgewaesser der planaren bis montanen Stufe mit Vegetation des Ranunculion fluitantis und des Callitricho-Batrachion
[+] 6510 Magere Flachland-Maehwiesen (Alopecurus pratensis, Sanguisorba officinalis)
[+] 91E0 Auen-Waelder mit Alnus glutinosa und Fraxinus excelsior (Alno-Padion, Alnion incanae, Salicion albae)
[+] 91F0 Hartholzauewaelder mit Quercus robur, Ulmus laevis, Ulmus minor, Fraxinus excelsior o. Fraxinus angustifolia (Ulmenion minoris)
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