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FFH-Verträglichkeitsprüfungen in NRW


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FFH-Verträglichkeitsprüfungen in NRW


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FFH-Verträglichkeitsprüfungen zu DE-4513-301 Luerwald und Bieberbach

VP-Kennung Plan- / Projektart
Bezeichnung
Geprüfte Arten
(Auswirkungen)
Geprüfte LRT
(Auswirkungen)
Datum Ausnahme erteilt nach
VP-4513-301-00694

Plan/Projekt-ID:
VP-00694
Landwirtschaft, sonstige Bauvorhaben

Errichtung einer Halle zur Unterstellung von landwirtschaftlichen Maschinen
Errichtung einer Halle zur Unterstellung von landwirtschaftlichen Maschinen auf dem Grundstück Arnsberger Straße 56 in 58739 Wickede-Wimbern, Gemarkung Wimbern, Flur 5, Flurstück 239
Wirkfaktor Flächenverlust (600 m²), jedoch ist davon kein Lebensraumtyp betroffen
Unterlagen vollständig:

Genehmigung:
18.12.2008

Genehmigung befristet bis:

§34 Abs. 3:
Nicht erforderlich

§34 Abs. 4:
Nicht erforderlich

Gebietsinformationen laut Standarddatenbogen

Ausführliches Natura2000-Meldedokument des Gebietes DE-4513-301 im Fachinformationssystem "Natura 2000-Gebiete in Nordrhein-Westfalen".

Fläche: 2637 ha
Kreis(e): Hochsauerlandkreis, Maerkischer Kreis, Soest
Kurzcharakterisierung: In der nördlichen Randzone des Sauerlandes zwischen Menden-Lendringsen im Westen und Arnsberg-Neheim-Hüsten im Osten liegt der Luerwald, ein großflächiges, siedlungsfreies, kaum von Straßen zerschnittenes Waldgebiet auf oberkarbonischen Ton- und Grauwackensandsteinen mit durchschnittlichen Höhen zwischen 200 und 300 m üb. NN. Mit den weit nach Süden in Richtung des Hönnetales und seinen devonischen Massenkalken und vorgelagerten Kulm-Kiesel- und Kulm-Plattenkalken vordringenden Quellgebieten von Bieberbach und Dombkebach verzahnt sich das Gebiet mit dem halboffenen Hachener Kuppenland. Der Luerwald wird von einem dichten Fließgewässernetz durchzogen. Die durchweg naturnah ausgebildeten Waldbäche werden örtlich von schmalen Bach-Erlen-(Eschen-)Wäldern begleitet. Der das halboffene Kuppenland um Holzen und Oelinghauser Heide durchziehende Bieberbach besitzt örtlich ein dichtes und ausgedehntes Ufergehölz. Insbesondere an seinem Unterlauf sind markante Bachmäander mit breiten Uferabbrüchen ausgebildet, äußerst seltener natürlicher Bruthabitat einer kleinen Uferschwalben-Kolonie. Buchen- und Eichenmischwälder bodensaurer Ausprägung bilden die vorherrschende Waldbestockung im zentralen Luerwald. Im "Wildwald Voss-Winkel" stellt eine seit Jahrzehnten forstlich ungenutzte Waldparzelle ein eindrucksvolles Zeugnis der natürlichen Waldzerfallsphase eines Hainsimsen-Buchenwaldes im Übergang zum Sternmieren-Eichen-Hainbuchenwaldes dar. Die Wälder in den Quellgebieten von Bieberbach und Dombkebach hingegen sind artenreiche Laubmischwälder vom Typ des Waldmeister-Buchenwaldes örtlich mäßig-feuchter Ausbildung. Auf dem südwest-exponierten Steilhang des Biebertales bei Ainkhausen ist kleinflächig ein Buchenmischwald thermophiler Prägung ausgebildet. Zu den gebietstypischen Leitarten von Luerwald und Biebertal gehören mit Schwarzstorch, Eisvogel, Rotmilan und Mittelspecht insgesamt 11 Arten nach Anhang I der EG-Vogelschutzrichtlinie zur Brutvogelgemeinschaft.
Lebensräume von gemeinschaftlichem Interesse nach FFH-Richtlinie:
  • Fliessgewaesser der planaren bis montanen Stufe mit Vegetation des Ranunculion fluitantis und des Callitricho-Batrachion (3260)
  • Hainsimsen-Buchenwald (Luzulo-Fagetum) (9110)
  • Waldmeister-Buchenwald (Asperulo-Fagetum) (9130)
  • Subatlantischer oder mitteleuropaeischer Stieleichenwald oder Hainbuchenwald (Carpinion betuli) [Stellario-Carpinetum] (9160)
  • Moorwaelder (91D0)
  • Auen-Waelder mit Alnus glutinosa und Fraxinus excelsior (Alno-Padion, Alnion incanae, Salicion albae) (91E0)
  • Magere Flachland-Maehwiesen (Alopecurus pratensis, Sanguisorba officinalis) (6510)
Arten von gemeinschaftlichem Interesse nach FFH- oder Vogelschutzrichtlinie:
  • Wachtelkönig
  • Groppe
  • Bachneunauge
  • Hirschkäfer
  • Grauspecht
  • Wespenbussard
  • Rotmilan
  • Neuntöter
  • Schwarzspecht
  • Mittelspecht
  • Schwarzstorch
  • Eisvogel
  • Kammmolch
Startpunkt der Summationsbetrachtung: 07.12.2004
Art
Lebensraumtyp
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