Titel:

FFH-Verträglichkeitsprüfungen in NRW


Logo:

FFH-Verträglichkeitsprüfungen in NRW


Suche:


Schriftmenü:

Schriftgrösse: ||

Inhalt:

FFH-Verträglichkeitsprüfungen zu DE-4518-305 Bredelar, Stadtwald Marsberg und Fuerstenberger Wald

VP-Kennung Plan- / Projektart
Bezeichnung
Geprüfte Arten
(Auswirkungen)
Geprüfte LRT
(Auswirkungen)
Datum Ausnahme erteilt nach
VP-4518-305-00478

Plan/Projekt-ID:
VP-00478
Erhöhung der FWL der GT im HKW der WEPA Giershagen
Die WEPA Kraftwerk GmbH betreibt auf dem Betriebsgelände in Marsberg ein Heizkraftwerk zur Erzeugung von Strom und Prozessdampf für die benachbarte Papierfabrik der WEPA Hygieneprodukte GmbH. Das Heizkraftwerk besteht aus einer erdgasbefeuerten Gasturbine mit Abhitzekessel und einer Reststoffkesselanlage (Rostfeuerung) mit nachgeschalteter Rauchgasreinigung. In der Reststoffkesselanlage werden die in der benachbarten Papierfabrik anfallenden Faserrest- und Spuckstoffe, ergänzt durch weitere externe Spuckstoffe, verbrannt. Ferner ist dem Kraftwerk ein mit Erdgas befeuerter Reservekessel (Kessel 5) zugeordnet, der während Stillständen oder Revisionen im HKW die Bereitstellung der für die benachbarte Papierfabrik erforderlichen Dampfmenge sicherstellt.

Die derzeit genehmigte Feuerungswärmeleistung der Reststoffkesselanlage beträgt 22,5 MW und die der Gasturbine 15 MW. Der Abhitzekessel der Gasturbinenanlage verfügt über eine Zusatzfeuerung mit einer Feuerungswärmeleistung von 8 MW. Der Reservekessel (Kessel 5) hat eine Feuerungswärmeleistung von 11,1 MW. Die genehmigte Gesamtfeuerungswärmeleistung des Heizkraftwerkes ist auf 37,5 MW begrenzt.

Seitens der WEPA Kraftwerk GmbH ist die Erhöhung der Feuerungswärmeleistung (FWL) der Gasturbine im Heizkraftwerk (HKW), die derzeit durch eine technische Verriegelung auf eine FWL von 15 MW begrenzt ist, auf die maximal mögliche FWL von 21 MW zu erhöhen.

Die relevanten Wirkfaktoren des Vohabens und deren Auswirkungen auf die Schutzgüter sind in der dem Antrag (in Register 14) beigefügten Gutachten "Allgemeinen Vorprüfung des Einzelfalls gemäß den Kriterien der Anlage 2 des UVPG", Bericht Nr. M117679/01 vom 10.06.2015 ausführlich dargelegt. Im Ergebnis dieser Untersuchung wird festgestellt, dass durch das Vorhaben erhebliche nachteilige Auswirkungen auf die Umwelt nicht zu erwarten sind. Insbesondere resultieren aus den vorhabenbedingten, geringfügigen Stickstoff- und Schwefeloxid-Emissionen keine relevanten Stickstoff- und Säureeinträge in die nächstgelegenen Natura 2000-Gebiete.
Raufusskauz (keine)
Schwarzstorch (keine)
Groppe (keine)
Mittelspecht (keine)
Schwarzspecht (keine)
Rotmilan (keine)
Grauspecht (keine)
3260 (keine)
6510 (keine)
9110 (keine)
91E0 (keine)
Unterlagen vollständig:

Genehmigung:
17.11.2015

Genehmigung befristet bis:

§34 Abs. 3:
Nicht erforderlich

§34 Abs. 4:
Nicht erforderlich

Gebietsinformationen laut Standarddatenbogen

Ausführliches Natura2000-Meldedokument des Gebietes DE-4518-305 im Fachinformationssystem "Natura 2000-Gebiete in Nordrhein-Westfalen".

Fläche: 2650 ha
Kreis(e): Paderborn, Hochsauerlandkreis
Kurzcharakterisierung: Das zwischen Marsberg, Bredelar, Madfeld und Wünnenberg gelegene, großflächige Laubwaldgebiet ist von älteren Hainsimsen- Buchenwäldern geprägt. Diese sind als Eichen-Buchenwälder, Buchenmischwälder mit Nadelhölzern oder reine Buchenwälder ausgebildet und zum Teil mit stehendem und liegendem Totholz ausgestattet. Struktur- und totholzreiche, höhlentragende Eichenmischwälder mit gut ausgebildeter Krautschicht sind bereichernd in die Buchenwälder eingestreut. Des Weiteren sind Fichtenforste unterschiedlichen Alters anzutreffen. Eine Vielzahl kleinerer und größerer naturnaher Bäche in unterschiedlicher Substratausbildung und Wasserführung durchziehen die Wälder. Sie werden von artenreichen Auwäldchen begleitet, die auf sickerfeuchten oder temporär überfluteten Standorten stocken. Im Fürstenberger Wald sind die Große Aa, die Kleine Aa und der Karbach durch naturnahe Bachläufe mit Unterwasservegetation sowie Erlengaleriewälder vor allen durch zum Teil artenreiche, gut ausgebildete Feuchtgrünländer geprägt. Die Bäche sind wichtiges Nahrungshabitat für den im Gebiet brütenden Schwarzstorch.
Lebensräume von gemeinschaftlichem Interesse nach FFH-Richtlinie:
  • Magere Flachland-Maehwiesen (Alopecurus pratensis, Sanguisorba officinalis) (6510)
  • Fliessgewaesser der planaren bis montanen Stufe mit Vegetation des Ranunculion fluitantis und des Callitricho-Batrachion (3260)
  • Auen-Waelder mit Alnus glutinosa und Fraxinus excelsior (Alno-Padion, Alnion incanae, Salicion albae) (91E0)
  • Hainsimsen-Buchenwald (Luzulo-Fagetum) (9110)
Arten von gemeinschaftlichem Interesse nach FFH- oder Vogelschutzrichtlinie:
  • Schwarzstorch
  • Grauspecht
  • Raufußkauz
  • Mittelspecht
  • Schwarzspecht
  • Rotmilan
  • Groppe
Startpunkt der Summationsbetrachtung: 07.12.2004
Art
[+] Raufusskauz (Aegolius funereus)
[+] Schwarzstorch (Ciconia nigra)
[+] Groppe (Cottus gobio)
[+] Mittelspecht (Dendrocopos medius)
[+] Schwarzspecht (Dryocopus martius)
[+] Rotmilan (Milvus milvus)
[+] Grauspecht (Picus canus)
Lebensraumtyp
[+] 3260 Fliessgewaesser der planaren bis montanen Stufe mit Vegetation des Ranunculion fluitantis und des Callitricho-Batrachion
[+] 6510 Magere Flachland-Maehwiesen (Alopecurus pratensis, Sanguisorba officinalis)
[+] 9110 Hainsimsen-Buchenwald (Luzulo-Fagetum)
[+] 91E0 Auen-Waelder mit Alnus glutinosa und Fraxinus excelsior (Alno-Padion, Alnion incanae, Salicion albae)
Die Kartenanwendung benötigt Javascript. Falls Sie diese Karte aufrufen möchten, schalten Sie in Ihrem Browser Javascript ein.