Titel:

FFH-Verträglichkeitsprüfungen in NRW


Logo:

FFH-Verträglichkeitsprüfungen in NRW


Suche:


Schriftmenü:

Schriftgrösse: ||

Inhalt:

FFH-Verträglichkeitsprüfungen zu DE-5105-301 Dickbusch, Loersfelder Busch, Steinheide

VP-Kennung Plan- / Projektart
Bezeichnung
Geprüfte Arten
(Auswirkungen)
Geprüfte LRT
(Auswirkungen)
Datum Ausnahme erteilt nach
VP-5105-301-04192

Plan/Projekt-ID:
VP-04192
Abgrabung, Lockergestein, trocken

Verlegung einer Tagebauentwässerungsrandleitung (TB Hambach)
Zur Fortführung der Abbautätigkeit im landesplanerisch genehmigten Abbaufeld Hambach hat die RWE Power AG Anfang 2012 den 3. Rahmenbetriebsplan für den Zeitraum 2020-2030 eingereicht. Zu den mit dem Abbau der Braunkohle in diesem Zeitraum verbundenen Maßnahmen zählt auch die Verlegung einer Ersatzleitung zur Ableitung der Sümpfungswässer aus dem Tagebau Hambach entlang des zukünftigen Tagebaurandes. Die Trasse dieser Tagebauentwässerungsrandleitung verläuft u. a. (Los 2 und 3) auf einer Länge von 1,4 km entlang der westlichen Grenze des FFH-Teilgebietes Steinheide (Bestandteil des FFH-Gebietes DE-5105-301 „Dickbusch, Lörsfelder Busch, Steinheide“). Die mit der Verlegung der Randleitung erforderlichen Bauarbeiten können auf das Gebiet einwirken.
Die Leitung im Bereich Los 2 und 3 hat eine Länge von rund 7 km. Die Verlegung der Rohre (DN 1000-1400) erfolgt in offener Bauweise (in einem rd. 3 m tiefen und etwa 4 – 9 m breiten Rohrgraben, teilweise Doppelrohrgraben). Im Waldbereich der Steinheide erfolgt eine oberflächennahe Verlegung der Randleitung zur Reduzierung der Arbeitsstreifenbreite. Die Tiefe des Rohrgrabens beträgt hier nur rd. 1,5 m. Im Bereich westlich des FFH-Teilgebietes Steinheide ist in Abschnitten mit hoher ökologischer Wertigkeit die Arbeitsstreifenbreite teilweise auf 15 m minimiert. Die Arbeiten werden voraussichtlich Ende 2015 abgeschlossen sein. Die Arbeiten werden tagsüber durchgeführt. Im Bereich der Steinheide werden die Bauzeiten außerhalb der Balz- und Brutzeiten relevanter Vogelarten gelegt, um sicher nachteilige Auswirkungen zu vermeiden. > Wirkfaktor: Licht
(FFH-Verträglichkeitsuntersuchung vorhanden)
9160 (keine) Unterlagen vollständig:

Genehmigung mit Nebenbestimmungen:
02.08.2013

Genehmigung befristet bis:

§34 Abs. 3:
Nicht erforderlich

§34 Abs. 4:
Nicht erforderlich
VP-5105-301-04210

Plan/Projekt-ID:
VP-04210
Abgrabung, Lockergestein, trocken

3. Rahmenbetriebsplan - Fortführung Tagebau Hambach (2020-2030)
Im Geltungsbereich des 3. Rahmenbetriebsplanes für den Tagebau Hambach soll die planmäßige Fortführung bis nördlich von Buir erfolgen. Dies betrifft eine Fläche von rund 924 ha. Innerhalb der Abbaufläche geht die bergbauliche Inanspruchnahme sukzessive vonstatten, es werden durchschnittlich etwa 80 bis 100 ha pro Jahr in Anspruch genommen. Etwa im Jahr 2030, zum Endstand des 3. Rahmenbetriebsplanes, wird die äußerste südöstliche Ecke der Abbaufläche erreicht sein. Im Westen grenzt das FFH-Teilgebiet Steinheide von Norden nach Süden auf einer Länge von rund 1,4 km unmittelbar an die Abbaufläche des 3. Rahmenbetriebsplans an. Bei einem Abbau bis zur landesplanerisch genehmigten Abbaugrenze wird der dort noch vorhandene Wald sukzessive gerodet, wodurch heutige Waldinnenbereiche freigestellt werden. Der Lebensraumtyp 9160 ist hiervon auf einer Länge von insgesamt rund 610 m betroffen. An den neu geschaffenen Waldrändern herrschen dann tagsüber zumindest temporär veränderte Lichtverhältnisse vor, die u.U. eine Veränderung der Vegetationszusammensetzung hervorrufen können. > Wirkfaktor: Lichteinfall. Kumulierende Wirkungen können von der Verlegung und den Ausbau der A4 und für die Verlegung der Hambachbahn nicht ausgeschlossen werden. Als mögliche vorhabensbedingte Wirkfaktoren, die kumulativ zu erheblichen Beeinträchtigungen der Erhaltungsziele des FFH-Gebietes führen können, wurden die Inanspruchnahme von Lebensraumflächen im Waldgebiet Steinheide außerhalb des abgegrenzten FFH-Gebietes, Schallimmissionen und vermehrter Lichteinfall infolge des Anschneidens der Waldbestände festgestellt. (FFH-Verträglichkeitsuntersuchung vorhanden), Antragsänderung 14.05.2013
Gelbbauchunke (keine)
9160 (keine) Unterlagen vollständig:

Genehmigung:
12.12.2014

Genehmigung befristet bis:

§34 Abs. 3:
Nicht erforderlich

§34 Abs. 4:
Nicht erforderlich
VP-5105-301-05429

Plan/Projekt-ID:
VP-05429
Strassen- und Wegebau, Strassenneubau

Ausbau und Verlegung der Bundesautobahn 4
6-streifiger Ausbau und Verlegung der Bundesautobahn 4 (A 4) zwischen der AS Düren und der AS Kerpen, von Bau-km 32+350 bis Bau-km 49+943 einschließlich der Folgemaßnahmen an Anlagen Dritter. Planfestgestellt sind die Verlegung der A4 zwischen den Kreuzungsbereichen A4/K2 und A4/DB-Strecke Aachen-Köln; Bau neuer Anschlussstellen der L264 im Bereich der Gemeinde Niederzier und der B477n im Bereich der Stadt Kerpen; Anpassung der Bauwerke an den 6-streifigen Ausbau im Bereich der Ausbaustrecken; Neubau von Bauwerken zur Querung der A4 im Verlegeabschnitt; Erstellung von Lärmschutzmaßnahmen; die Anlage von Ersatz- und Ausgleichsflächen, Einrichtungen zum Schutz der Natur und Landschaft; sowie sonstige notwendige Folgemaßnahmen an Verkehrswegen und Anlagen Dritter auf dem Gebiet der Stadt Kerpen und der Gemeinde Elsdorf im Rhein-Erft-Kreis sowie der Stadt Düren und der Gemeinden Merzenich und Niederzier im Kreis Düren. Die Maßnahme besteht aus einem Verlegeabschnitt von ca. 13,1 km und zwei Ausbauabschnitten von 2,25 und 2,2 km Länge. Prognose für 2020: 86.000 Kfz/24h (FFH-VP-Entwurf). Aufgrund der vorhabensbezogenen Maßnahmen zur Schadensbegrenzung sind keine erheblichen Beeinträchtigungen von Flächenverlust, Lärm- und Schadstoffbelastung, Trennwirkung/Kollisionsgefahr sowie nachteiliger Sekundärwirkungen (Veränderung des Waldklimas) zu erwarten. Hinsichtlich der Summationswirkung wurden folgende Vorhaben untersucht: Hambachbahn, Verlegung der B 477n, Ausbau der K 39, Braunkohletagebau Hambach. Kumulative erhebliche Beeinträchtigungen durch Flächeninanspruchnahme/ Änderung des Waldklimas werden ausgeschlossen (FFH-Verträglichkeitsprüfung, 2007).
Gelbbauchunke (keine)
Bechsteinfledermaus (nicht erheblich)
Grosses Mausohr (nicht erheblich)
9160 (nicht erheblich) Unterlagen vollständig:

Genehmigung mit Nebenbestimmungen:
19.10.2007

Genehmigung befristet bis:

§34 Abs. 3:
Nicht erforderlich

§34 Abs. 4:
Nicht erforderlich
VP-5105-301-05541

Plan/Projekt-ID:
VP-05541
Bahntrasse, Neubau

"Neubau der Hambachbahn" im Tagebau Hambach
Die Hambachbahn, zuständig für den Abtransport der Braunkohle im Braunkohletagebau Hambach, muss im Rahmen der Erweiterung des Tagebaus verlegt werden. Der Neubau beginnt beim Kohlebunker östlich Niederzier und mündet nach 15,185km in Höhe des Kreuzungsbauwerkes mit der K34 bei Mönchskaul in die vorhandene Hambachbahn. Das Transportaufkommen beträgt 55 Mio. t Kohle/ Jahr an 7 Tagen (24 Stunden) pro Woche. Zusätzlich werden ab 2014 2 Mio. t/ Jahr Löss abtransportiert. Wirkfaktoren: Flächenverlust, Lärmbelastung, Trennwirkung/Kollisionsgefahr sowie nachteiliger Sekundärwirkungen (Veränderung des Waldklimas). Hinsichtlich der Summationswirkung wurden folgende Vorhaben untersucht: Verlegung der A4, Verlegung der B 477n, Kiestagebau im Forster Feld, Gewerbegebiet der Stadt Kerpen, Braunkohletagebau Hambach. Kumulative erhebliche Beeinträchtigungen werden ausgeschlossen (FFH-Verträglichkeitsprüfung, 2002).
9160 (nicht erheblich) Unterlagen vollständig:

Genehmigung:
03.08.2005

Genehmigung befristet bis:

§34 Abs. 3:
Nicht erforderlich

§34 Abs. 4:
Nicht erforderlich

Gebietsinformationen laut Standarddatenbogen

Ausführliches Natura2000-Meldedokument des Gebietes DE-5105-301 im Fachinformationssystem "Natura 2000-Gebiete in Nordrhein-Westfalen".

Fläche: 448 ha
Kreis(e): Rhein-Erft-Kreis
Kurzcharakterisierung: Der Gebietskomplex besteht aus drei geschlossenen Waldgebieten am Rande der Erfttalniederung in der Niederrheinischen Bucht. Sie gehören als Inselbiotope zu den Restflächen der durch den Braunkohlentagebau verschwindenden Buergewäldern.
Lebensräume von gemeinschaftlichem Interesse nach FFH-Richtlinie:
  • Subatlantischer oder mitteleuropaeischer Stieleichenwald oder Hainbuchenwald (Carpinion betuli) [Stellario-Carpinetum] (9160)
Arten von gemeinschaftlichem Interesse nach FFH- oder Vogelschutzrichtlinie:
  • Mittelspecht
  • Wespenbussard
  • Amphibium (Artname verdeckt)
Startpunkt der Summationsbetrachtung: 07.12.2004
Art
[+] Gelbbauchunke (Bombina variegata)
[+] Bechsteinfledermaus (Myotis bechsteinii)
[+] Grosses Mausohr (Myotis myotis)
Lebensraumtyp
[+] 9160 Subatlantischer oder mitteleuropaeischer Stieleichenwald oder Hainbuchenwald (Carpinion betuli) [Stellario-Carpinetum]
Die Kartenanwendung benötigt Javascript. Falls Sie diese Karte aufrufen möchten, schalten Sie in Ihrem Browser Javascript ein.