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FFH-Verträglichkeitsprüfungen in NRW


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FFH-Verträglichkeitsprüfungen in NRW


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FFH-Verträglichkeitsprüfungen zu DE-5107-302 Waldseenbereich Theresia

VP-Kennung Plan- / Projektart
Bezeichnung
Geprüfte Arten
(Auswirkungen)
Geprüfte LRT
(Auswirkungen)
Datum Ausnahme erteilt nach
VP-5107-302-04144

Plan/Projekt-ID:
VP-04144
Energie, Kraftwerk, Kohle

Mitverbrennung von Klär- und Papierschlamm
Das Kraftwerk Goldenberg befindet sich im Industriegebiet Knapsacker Hügel der Stadt Hürth. Als Brennstoff wird Braunkohle eingesetzt. Die beiden im Jahre 1993 errichteten Dampferzeuger mit einer Wirbelschichtfeuerung haben eine Leistung von insgesamt 640 MWth. Beantragt wird, in diesen beiden Dampferzeugern bis zu 600.000 t Klärschlamm und bis zu 200.000 t Papierschlamm pro Jahr mitverbrennen zu dürfen. Neben der Anlage zur Klär- und Papierschlammanlieferung soll eine zusätzliche adsorptive Rauchgasreinigung errichtet werden. Die im Rauchgas enthaltenen Flugasche wird in Elektro-Filtern abgeschieden und auf einer zugelassenen Deponie gelagert.
(Eine FFH-Verträglichkeitsuntersuchung liegt vor).
Das FFH-Gebiet "Waldseenbereich Theresia" liegt ca. 1,2 km nordöstlich des Kraftwerks.
Wirkfaktor: Immission von Luftschadstoffen /
Summation: die Immissionen, die von dem Vorhaben verursacht werden, liegen unterhalb der Messgenauigkeit/Irrelevanzschwelle. Daher war keine Summationsbetrachtung erforderlich.
3140 (keine) Unterlagen vollständig:

Genehmigung:
10.10.2011

Genehmigung befristet bis:

§34 Abs. 3:
Nicht erforderlich

§34 Abs. 4:
Nicht erforderlich
VP-5107-302-04208

Plan/Projekt-ID:
VP-04208
Abgrabung, Lockergestein, trocken

3. Rahmenbetriebsplan - FortführungTagebau Hambach (2020-2030)
Im Geltungsbereich des 3. Rahmenbetriebsplanes für den Tagebau Hambach soll die planmäßige Fortführung bis nördlich von Buir erfolgen. Dies betrifft eine Fläche von rund 924 ha. Innerhalb der Abbaufläche geht die bergbauliche Inanspruchnahme sukzessive vonstatten, es werden durchschnittlich etwa 80 bis 100 ha pro Jahr in Anspruch genommen. Etwa im Jahr 2030, zum Endstand des 3. Rahmenbetriebsplanes, wird die äußerste südöstliche Ecke der Abbaufläche erreicht sein. Das Liegende des abzubauenden Kohleflözes befindet sich in einer Tiefe von bis zu -380m NN, was einer Abbautiefe von bis zu 460m unter Gelände entspricht. Die Entwässerungsschwerpunkte für den Tagebau schreiten im Vorlauf zur Abbaukante nach Südosten fort und führen dort zu den erforderlichen Grundwasserstandsabsenkungen. Nördlich des Tagebaus Hambach kommt es dann bereits zu ersten Grundwasserwiederanstiegen. > Wirkpfad Wasser. Das FFH-Gebiet DE-5107-302 "Waldseebereich Theresia" liegt ca. 15 km von der Abbaufläche entfernt, jedoch kann es im südwestlichen Uferbereich des Sees (LRT 3140) kleinflächig zu einer Grundwasserabsenkung von 0,15 m kommen. Zu berücksichtigen ist aber, dass der Hürther Waldsee nicht ausschließlich vom Grundwasser abhängig ist. Er besitzt einen Oberflächenwasserzustrom sowie einen Abfluss in den Stotzheimer Graben. Eine erhebliche Beeinträchtigung kann somit ausgeschlossen werden.
Kumulationswirkungen anderer Pläne und Projekte, die mit denjenigen des Vorhabens kumulative Wirkungen hervorrufen könnten, sind nicht bekannt. (FFH-Verträglichkeitsuntersuchung vorhanden), Antragsänderung am 14.05.2013
3140 (nicht erheblich) Unterlagen vollständig:

Genehmigung:
12.12.2014

Genehmigung befristet bis:

§34 Abs. 3:
Nicht erforderlich

§34 Abs. 4:
Nicht erforderlich
VP-5107-302-04662

Plan/Projekt-ID:
VP-04662
Industrieanlage, sonstige Anlage

Änderung der Flammschutzmittelanlage (Chemiepark Knapsack)
Verdopplung der Produktionskapazität für das in der Flammschutzmittel-Anlage hergestellte Flammschutzmittel Exolit OP 12xx durch Installation einer zweiten Produktionsstraße um weitere 7.000 t/a auf nunmehr 14.000 t/a bei einer Gesamtkapazität der Anlage von 14.000 t/a im Chemiepark Knapsack (Gemarkung Hürth, Flur 8, Flurstücke 3861 und 3882). Wirkfaktor: Deposition des Produktstaubes u. den darin enthaltenen Mengen an P und Metallen (Al, Zn); Betroffener LRT 3140 (Nitellopsis obtusa-Bestände): P-limitiert, reagiert äußerst empfindlich auf P-Einträge. Prognostizierter P-Eintrag: 1,95-1,96 µg/l. Summation: eine weitere Anlage mit einem max. P-Eintrag von 1,29 µg/l, somit insgesamt ein P-Eintrag von ca. 3,25 µg/l und eine Gesamtbelastung von 28,25 µg/l. (UVU, 2011)/ Eine weitere Anlagenerweiterung (Az. 122/11), im gleichen Jahr, berichtigt den prognostizierten P-Eintrag auf 1,71-1,72 µg/l (FFH-Vorprüfung, November 2011). Somit reduziert sich ebenfalls die Summationsprüfung auf eine Gesamtbelastung von 28,01 µg/l.
Die prognostizierte P-Zusatzbelastung (1,96 µg/l), addiert mit der Vorbelastung (25 µ/l) sowie einer summationsrelevanten Belastung (1,28 µg/l) ergibt eine Gesamtbelastung von 28,25 µg/l. Dieser Wert liegt unterhalb des Orientierungswertes, bei dem auch nach einem 20-jährigen Eintrag keine Verschlechterung der Gewässer-Trophie zu befürchten ist (35-40 µg P /l). Es lassen sich erhebliche Beeinträchtigungen des Natur-2000-Gebietes offensichtlich ausschließen (UVU, 2011).
3140 (nicht erheblich) Unterlagen vollständig:

Genehmigung:
22.11.2011

Genehmigung befristet bis:

§34 Abs. 3:
Nicht erforderlich

§34 Abs. 4:
Nicht erforderlich
VP-5107-302-04663

Plan/Projekt-ID:
VP-04663
Industrieanlage, sonstige Anlage

Änderung der Flammschutzmittelanlage (Chemiepark Knapsack)
Erhöhung der Produktionskapazität für das in der Flammschutzmittel-Anlage hergestellte Flammschutzmittel Exolit OP 12xx durch Installation einer dritten Produktionsstraße um weitere 7.000 t/a auf nunmehr 21.000 t/a bei einer Gesamtkapazität der Anlage von 21.000 t/a im Chemiepark Knapsack (Gemarkung Hürth, Flur 8, Flurstücke 3861 und 3882). Wirkfaktor: Deposition des Produktstaubes u. den darin enthaltenen Mengen an P und Metallen (Al, Zn); Betroffener LRT 3140 (Nitellopsis obtusa-Bestände): P-limitiert, reagiert äußerst empfindlich auf P-Einträge. Prognostizierter P-Eintrag: 1,71-1,72 µg/l. Eine vorangegangene Anlagenänderung (26/11) mit einer Kapazitätserhöhung um 7000 t/a Exolit OP 12xx (Genehmigung am 25.08.2012) kommt mit einer damaligen Berechnung auf eine Zusatzbelastung von 1,96 µg P/l. Die hier vorliegende FFH-Vorprüfung, November 2011, berichtigt den vorherig prognostizierten Phosphoreintrag./ Summation: eine weitere Anlage mit einem max. P-Eintrag von 1,29 µg/l, somit insgesamt ein P-Eintrag von ca. 3,01 µg/l und eine Gesamtbelastung von 28,01 µg/l. (UVU, November 2011). Die prognostizierte P-Zusatzbelastung (1,72 µg/l), addiert mit der Vorbelastung (25 µ/l) sowie einer summationsrelevanten Belastung (1,29 µg/l) ergibt eine Gesamtbelastung von 28,01 µg/l. Dieser Wert liegt unterhalb des Orientierungswertes, bei dem auch nach einem 20-jährigen Eintrag keine Verschlechterung der Gewässer-Trophie zu befürchten ist (35-40 µg P /l). Es lassen sich erhebliche Beeinträchtigungen des Natur-2000-Gebietes offensichtlich ausschließen (UVU, November 2011).
3140 (nicht erheblich) Unterlagen vollständig:

Genehmigung:
25.08.2012

Genehmigung befristet bis:

§34 Abs. 3:
Nicht erforderlich

§34 Abs. 4:
Nicht erforderlich
VP-5107-302-04681

Plan/Projekt-ID:
VP-04681
Industrieanlage, Chemie und Raffination

Wesentl. Änder. der PSM-3-Anlage Kapazitätserweiterung auf 28.800t/a MPE
Änderung der Pflanzenschutzmittel 3 (PSM 3)- Anlage auf dem Betriebsgelände im Chemiepark Knapsack in Hürth (Gemarkung Hürht, Flur 8, Flurstück 3664); Erhöhung der Kapazität um bis zu 100%. Die Erweiterung soll durch den Aufbau von zwei neuen Teilanlagen mit eigener Kälteanlage und eigener thermischen Abgasreinigung erfolgen. Errichtung einer zusätzlichen Methananlage, einer zusätzlichen Abwasservorbehandlung sowie einer redundanten thermischen Abgasreinigung. Aus- und Neubau der Lagerkapazitäten für Rohstoffe, Zwischen- u. Endprodukte. Geprüftes FFH-Gebiet: Waldseenbereich Theresia. Wirkfaktor: Eutrophierung, weitere Stoffeinträge. Laut Untersuchung zur FFH-Verträglichkeit (September 2014) ist eine Beeinträchtigung des FFH-Gebietes Waldseenbereich Theresia durch zusätzliche Stickstoff-, Säure- und Phosphoreinträge auszuschließen.
3140 (nicht erheblich) Unterlagen vollständig:

Genehmigung:
29.02.2016

Genehmigung befristet bis:

§34 Abs. 3:
Nicht erforderlich

§34 Abs. 4:
Nicht erforderlich

Gebietsinformationen laut Standarddatenbogen

Ausführliches Natura2000-Meldedokument des Gebietes DE-5107-302 im Fachinformationssystem "Natura 2000-Gebiete in Nordrhein-Westfalen".

Fläche: 41 ha
Kreis(e): Rhein-Erft-Kreis
Kurzcharakterisierung: Das Gebiet enthält ein im Rahmen von Rekultivierungsmaßnahmen im Südrevier des Rheinischen Braunkohlengebietes (bei Hürth) naturnah angelegtes Gewässer mit ausgedehnter Flachwasserzone im Westen. Es wird gesäumt von Vorwäldern, die zum einen aus überwiegend standortgerechten Anpflanzungen und zum anderen durch Sukzession offen gelassener Flächen entstanden sind.
Lebensräume von gemeinschaftlichem Interesse nach FFH-Richtlinie:
  • Oligo- bis mesotrophe kalkhaltige Gewässer mit benthischer Vegetation aus Armleuchteralgen (3140)
Arten von gemeinschaftlichem Interesse nach FFH- oder Vogelschutzrichtlinie:
Startpunkt der Summationsbetrachtung: 07.12.2004
Art
Lebensraumtyp
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