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FFH-Verträglichkeitsprüfungen in NRW


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FFH-Verträglichkeitsprüfungen in NRW


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FFH-Verträglichkeitsprüfungen zu DE-5303-302 Kalltal und Nebentaeler

VP-Kennung Plan- / Projektart
Bezeichnung
Geprüfte Arten
(Auswirkungen)
Geprüfte LRT
(Auswirkungen)
Datum Ausnahme erteilt nach
VP-5303-302-04686

Plan/Projekt-ID:
VP-04686
Freizeit- und Erholungseinrichtung, sonstige

"Nationalpark-Infopunkt", Bebauungsplan Nr. Z1, 1.FNP-Änderung
Hürtgenwald/Zerkall: Errichtung eines Gebäudes mit sanitären Einrichtungen, Strom, Wasser und Duschgelegenheiten für die Kanuten, Wanderer und Besucher/ Errichtung eines Infopunktes zum Nationalpark Eifel/ Errichtung einer Ausstellungsmöglichkeit/ Errichtung von Pkw-Parkplätzen/ Errichtung eines Wohnmobilhafens/ Errichtung eines Naturerlebnisspielplatzes/ Verkehrsmäßige Anbindung/ FFH-Vorprüfung "Nationalpark-Infopunkt, Wohnmobilhafen, Rurbrücke" Zerkall (2005) vorhanden; Wirkpfad: Störungen;
Im Zusammenhang: wasserrechtliches Genehmigungsverfahren: Fußgänger- und Radfahrerbrücke über die Rur und die Erweiterung Radweg Zerkall-Brück
Europaeischer Biber (keine)
91E0 (nicht erheblich)
3260 (nicht erheblich)
Unterlagen vollständig:

Genehmigung mit Nebenbestimmungen:
09.03.2006

Genehmigung befristet bis:

§34 Abs. 3:
Nicht erforderlich

§34 Abs. 4:
Nicht erforderlich
VP-5303-302-04758

Plan/Projekt-ID:
VP-04758
Wasserwirtschaft, Verfahren nach Par. 68 WHG

LIFI+ Projekt "Rur und Kall - Lebensräume im Fluss", DN 23, Simonskall
Wiederherstellung der ökologischen Durchgängigkeit eines Wehres in Simonskall als Maßnahme (DN 23) des LIFE+-Projektes "Rur und Kall - Lebensräume im Fluss" im Rahmen eines Plangenehmigungsverfahrens. Projektgebiet ist das FFH-Gebiet "Kall und Nebentäler" (DE-5303-302). Geplant ist die Anlage eines naturnahen Umgehungsgerinnes (Umleitung der Kall). Dieses wird ca. 20m oberhalb des Wehres vom ursprünglichem Bachbett abgezweigt, rechtsseitig der Kall geführt und ca. 15m hinter dem Wehr wieder eingeleitet. Zur Absperrung des alten Bachbettes und Umleitung der Abflüsse wird ein Trenndamm gebaut. Das alte Kallbett wird wechselnde Wasserstände aufweisen, teilweise trockenfallen, temporär Stillwasserberiche aufweisen und bei Mittel- bzw. Hochwasser geflutet werden. Der denkmalgeschützte Wehrkörper und der Mühlgraben bleiben sichtbar erhalten. Als baubedingte Wirkfaktoren können temporäre Immissionswirkungen (Schall, Erschütterung, Schadstoffe) durch Baumaschinen etc., temp. Barrierewirkungen im Fließgewässer, temp. Veränderungen der abiot. Verhältnisse, Schädigung von Individuen der Fischfauna, temp. Verschlechterung der Laichsubstrate (Schweb-, Nährstoffeintrag), Schädigung der Vegetation und Schädigung von Wochenstuben u. Sommerquartieren von Fledermäusen auftreten. Als anlage- und betriebsbedingter Wirkfaktor ist durch die Neuschaffung von Fließgewässer- und Uferbereichen ein Flächenverlust des LRT 91E0 zu nennen (FFH-Vorprüfung, 02.12.2015). Die Maßnahme wurde im Dezember 2016 umgesetzt.
Europaeischer Biber (keine)
Groppe (keine)
Bachneunauge (keine)
Lachs (keine)
91E0 (nicht erheblich)
3260 (keine)
Unterlagen vollständig:

Genehmigung mit Nebenbestimmungen:
20.05.2016

Genehmigung befristet bis:

§34 Abs. 3:
Nicht erforderlich

§34 Abs. 4:
Nicht erforderlich
VP-5303-302-04769

Plan/Projekt-ID:
VP-04769
Strassen- und Wegebau, Strassenausbau

Ausbau der K 36 im Abschnitt B 399 - Simonskall - L 160 (Abschnitt 3)
Die K 36 wird im Abschnitt von der Ortslage Simonskall bis zur Einmündung in die L 160 auf einer Länge von 2.400m oberhalb der Kall geführt. In zwei Teilstücken nähe Simonskall wird die Straße zur Kall hin durch Bruchsteinmauern abgestützt. Neben der abschnittsweise erheblichen Schädigung der Fahrbahn weist auch ein ca. 80m langer Abschnitt der Bruchsteinstüztmauern (Baukm 0+280-0+365) so starke Schäden auf, dass die Standsicherheit nicht mehr gewährleistet ist. Dort ist ein direkter Eingriff in das FFH-Gebiet "Kalltal und Nebentäler" (DE-5303-302) unvermeidlich. Anlagebedingt werden 328m² Fläche und 37 Bäume und Büsche in Anspruch genommen. Im Bereich des zu sanierenden Stützmauerabschnittes müssen alle im Bereich der Mauerkrone, der Mauerstirnseite und des Mauerfußes sowie auf der Straßenböschung oberhalb der Mauer stehenden Gehölze entfernt werden. Die Wurzelstöcke der Gehölze werden nur im Bereich des neuaufzubauenden Böschungsbereichs entfernt. Ansonsten ist nach der Beendigung der Sanierung Stockausschlag aus den alten Wurzelstöcken möglich. Die Vegetation des LRT 91E0 wird in der derzeit bestehenden Ausprägung nicht wiederherstellbar sein. Baubedingte Einträge in die Kall werden durch geeignete Schutzmaßnahmen verhindert. Betriebsbedingte Auswirkungen auf das FFH-Gebiet werden ausgeschlossen, da sich gegenüber dem Status quo keine wesentlichen Veränderungen ergeben. Summationswirkungen mit anderen Plänen und Projekten sind nicht bekannt. Ein Gutachten zur FFH-Verträglichkeit (Mai 2015) liegt vor.
Europaeischer Biber (keine)
Bechsteinfledermaus (keine)
Grosses Mausohr (keine)
3260 (keine)
91E0 (nicht erheblich)
9110 (keine)
Unterlagen vollständig:

Genehmigung:
04.08.2015

Genehmigung befristet bis:

§34 Abs. 3:
Nicht erforderlich

§34 Abs. 4:
Nicht erforderlich

Gebietsinformationen laut Standarddatenbogen

Ausführliches Natura2000-Meldedokument des Gebietes DE-5303-302 im Fachinformationssystem "Natura 2000-Gebiete in Nordrhein-Westfalen".

Fläche: 626 ha
Kreis(e): Aachen, Dueren
Kurzcharakterisierung: Das Gebiet umfasst nahezu den gesamten Lauf der Kall zwischen belgischer Grenze und der Einmündung der Kall in die Rur mit Ausnahme der Kalltalsperre sowie einige Nebentäler. Der obere Abschnitt des Kalltales von der Staatsgrenze bei Entenpfuhl bis zur Talsperre ist ca. 8 km lang, der untere bis zur Mündung bei Zerkall ca. 15 km. Außer der überwiegend naturnahen Flußaue sind zahlreiche Talhänge und einige Nebentäler in das Gebiet einbezogen worden. Dominierende Nutzungen sind Grünland und Wald. Der obere Abschnitt des Kalltales ist auf langer Strecke morphologisch flacher ausgebildet und weist einige Moorbildungen sowie zahlreiche Feuchtgrünlandflächen auf. Die hier Kallbach genannte Kall ist naturnah und hat teilweise einen naturnahen Erlenauwald-Saum. Erst in der Nähe der Talsperre hat sich die Kall tiefer in das Gestein eingeschnitten und bildet bis Simonskall ein von Felsen gesäumtes Kerbtal aus. Ab diesem Bereich ist die Talsohle auch über 100 Meter breit. Sie wird hier überwiegend als Grünland genutzt. An den stellenweise felsigen Hängen des Kerbtales stocken überwiegend Eichenwälder und Fichtenforste. In einigen Bereichen ist auch Buchenwald vorzufinden. Die einbezogenen Abschnitte der Nebentäler z.B. von Tiefen-, Klafter-, Senkels-, Huchels- und Drovenbach sowie weiterer kleiner Siefen werden ebenfalls vorwiegend von Grünland und Wald eingenommen.
Lebensräume von gemeinschaftlichem Interesse nach FFH-Richtlinie:
  • Fliessgewaesser der planaren bis montanen Stufe mit Vegetation des Ranunculion fluitantis und des Callitricho-Batrachion (3260)
  • Magere Flachland-Maehwiesen (Alopecurus pratensis, Sanguisorba officinalis) (6510)
  • Noch renaturierungsfähige degradierte Hochmoore (7120)
  • Uebergangs- und Schwingrasenmoore (7140)
  • Hainsimsen-Buchenwald (Luzulo-Fagetum) (9110)
  • Auen-Waelder mit Alnus glutinosa und Fraxinus excelsior (Alno-Padion, Alnion incanae, Salicion albae) (91E0)
  • Feuchte Heiden des nordatlantischen Raums mit Erica tetralix (4010)
  • Berg-Maehwiesen (6520)
  • Artenreiche montane Borstgrasrasen (und submontan auf dem europäischen Festland) auf Silikatböden (6230)
Arten von gemeinschaftlichem Interesse nach FFH- oder Vogelschutzrichtlinie:
  • Großes Mausohr
  • Europäischer Biber
  • Eisvogel
  • Bechsteinfledermaus
  • Neuntöter
Startpunkt der Summationsbetrachtung: 07.12.2004
Art
[+] Europaeischer Biber (Castor fiber)
[+] Groppe (Cottus gobio)
[+] Bachneunauge (Lampetra planeri)
[+] Bechsteinfledermaus (Myotis bechsteinii)
[+] Grosses Mausohr (Myotis myotis)
[+] Lachs (Salmo salar)
Lebensraumtyp
[+] 3260 Fliessgewaesser der planaren bis montanen Stufe mit Vegetation des Ranunculion fluitantis und des Callitricho-Batrachion
[+] 9110 Hainsimsen-Buchenwald (Luzulo-Fagetum)
[+] 91E0 Auen-Waelder mit Alnus glutinosa und Fraxinus excelsior (Alno-Padion, Alnion incanae, Salicion albae)
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