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FFH-Verträglichkeitsprüfungen in NRW


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FFH-Verträglichkeitsprüfungen zu DE-3919-302 Begatal

VP-Kennung Plan- / Projektart
Bezeichnung
Geprüfte Arten
(Auswirkungen)
Geprüfte LRT
(Auswirkungen)
Datum Ausnahme erteilt nach
VP-3919-302-00742

Plan/Projekt-ID:
VP-00742
Neubau der B 66 Ortsumgehung Barntrup
Der vorliegende Planfeststellungsbeschluss umfasst den Neubau der B 66 als nördliche Umgehung von Barntrup von Bau-km 0+000 bis Bau-km 5+960 und liegt auf dem Gebiet der Stadt Barntrup. Die Planung beginnt etwa 500 m nordöstlich des Stadtteiles Selbeck und endet östlich der Stadt Barntrup etwa auf Höhe des Steinbruchs. Die B 66n erhält einen einbahnigen Querschnitt mit je einem Fahrstreifen für jede Fahrtrichtung. Der Regelquerschnitt beträgt 10,50 m, der sich wie folgt zusammensetzt: Fahrstreifen 2x3,50 m = 7,00 m, Randstreifen 2x0,25 m = 0,50 m und Bankett 2x1,50 m = 3,00 m.
Die Nordumgehung Barntrup kreuzt das Natura 2000-Gebiet "Begatal" westlich von Barntrup zwischen der Güterverkehrsstrecke Barntrup - Lemgo und der südlich der B 66 alt gelegenen Paradiesmühle. Die Querung der Begaaue ist zwischen Bkm 0+747.500 und Bkm 0+819.500 mittels eines 12 m breiten Brückenbauwerks mit einer lichten Weite von 72 m und einer lichten Höhe von 2,5 m vorgesehen. Während sich der nördliche Brückenkopf auf der nördlichen Grenze der Natura 2000-Gebietsmeldung befindet, ragt der südliche Brückenkopf ca. 10 m in das Gebiet hinein. Der in diese Abschnitt vorgesehene RQ 10,5 umfasst zwei Fahrstreifen mit einer Breite von jeweils 3,5m, beidseitige Randstreifen von jeweils 0,25 m und ein beidseitiges Bankett von jeweils 1,5 m. Bei der Brücke über die Bega setzt sich die Breite aus der 8 m breiten Fahrbahn sowie den beidseitigen 2 m breiten Brückenknappen zusammen.

Wirkfaktoren:

Baubedingt: Stoffeinträge

Betriebsbedingt: Stoffeinträge, Eutrophierung
Groppe (nicht erheblich)
Bachneunauge (nicht erheblich)
3260 (nicht erheblich) Unterlagen vollständig:

Genehmigung mit Nebenbestimmungen:
09.12.2011

Genehmigung befristet bis:

§34 Abs. 3:
Nicht erforderlich

§34 Abs. 4:
Nicht erforderlich
VP-3919-302-04045

Plan/Projekt-ID:
VP-04045
Sonstige Pläne oder Projekte

Neubau eines Schulungszentrums und einer Fahrzeughalle des FAZ
Geplant ist der Ausbau des Feuerwehrausbildungszentrums (FAZ) in Lemgo. Die Erweiterung umfasst die Errichtung eines Schulungsgebäudes mit Bereitschaftsräumen und eine Halle für die Bereitstellung für Notfallcontainer und Fahrzeuge. Die Fläche der Fahrzeughalle liegt mit 2.500 m² innerhalb des FFH-Gebiets DE-3919-302 "Begatal".

Wirkfaktoren: Anlagebedingt: Flächenverlust, Flächenversiegelung mit einer erhöhten Einleitung von Niederschlagswasser in den Vorfluter
3260 (nicht erheblich)
91E0 (nicht erheblich)
6430 (nicht erheblich)
Unterlagen vollständig:

Genehmigung:
01.06.2008

Genehmigung befristet bis:

§34 Abs. 3:
Nicht erforderlich

§34 Abs. 4:
Nicht erforderlich

Gebietsinformationen laut Standarddatenbogen

Ausführliches Natura2000-Meldedokument des Gebietes DE-3919-302 im Fachinformationssystem "Natura 2000-Gebiete in Nordrhein-Westfalen".

Fläche: 493 ha
Kreis(e): Lippe
Kurzcharakterisierung: Das Gebiet umfasst Quellbachtäler sowie das Begatal im Ober- und Mittellauf der Bega bis Lemgo. Die zum Wesersystem gehörende Bega ist ein bedeutender, von Osten nach Westen verlaufender, kleiner Fluss im Lipper Bergland. Der streckenweise stark mäandrierende Flussverlauf, das wechselnde Substrat im Flussbett, das Vorhandensein von Flach- und Steilufern sowie Kiesbänken und das fast durchge-hend beidseitig bachbegleitende Ufergehölz aus Einzelbaumreihen von Pappeln, Eschen, Erlen und (Kopf-)Weiden kennzeichnen die große Naturnähe der Bega. Das Sohlental dieses Werrenebenflusses wird überwiegend von Weidegrünland einge-nommen, in das örtlich Seggenriede, Röhrichte, Sümpfe, Flutmulden, Kleingewässer, Gräben, Flachlandmähwiesen sowie Feucht- und Nassgrünland eingebettet sind. Das Begatal verläuft streckenweise am Fuß von bewaldeten Hängen, die ebenso wie die Waldbereiche um die Quellbäche der Bega meist mit Buchenwald oder Fichtenwald bestockt sind. Das Ufergehölz ist an wenigen Stellen zu Auenwald aufgeweitet.
Lebensräume von gemeinschaftlichem Interesse nach FFH-Richtlinie:
  • Fliessgewaesser der planaren bis montanen Stufe mit Vegetation des Ranunculion fluitantis und des Callitricho-Batrachion (3260)
  • Feuchte Hochstaudenfluren der planaren und montanen bis alpinen Stufe (6430)
  • Magere Flachland-Maehwiesen (Alopecurus pratensis, Sanguisorba officinalis) (6510)
  • Hainsimsen-Buchenwald (Luzulo-Fagetum) (9110)
  • Waldmeister-Buchenwald (Asperulo-Fagetum) (9130)
  • Auen-Waelder mit Alnus glutinosa und Fraxinus excelsior (Alno-Padion, Alnion incanae, Salicion albae) (91E0)
  • Schlucht- und Hangmischwaelder Tilio-Acerion (9180)
Arten von gemeinschaftlichem Interesse nach FFH- oder Vogelschutzrichtlinie:
  • Eisvogel
  • Groppe
  • Bachneunauge
Startpunkt der Summationsbetrachtung: 07.12.2004
Art
[+] Groppe (Cottus gobio)
[+] Bachneunauge (Lampetra planeri)
Lebensraumtyp
[+] 3260 Fliessgewaesser der planaren bis montanen Stufe mit Vegetation des Ranunculion fluitantis und des Callitricho-Batrachion
[+] 6430 Feuchte Hochstaudenfluren der planaren und montanen bis alpinen Stufe
[+] 91E0 Auen-Waelder mit Alnus glutinosa und Fraxinus excelsior (Alno-Padion, Alnion incanae, Salicion albae)
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