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FFH-Verträglichkeitsprüfungen in NRW


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FFH-Verträglichkeitsprüfungen in NRW


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FFH-Verträglichkeitsprüfungen zu DE-4111-302 Davert

VP-Kennung Plan- / Projektart
Bezeichnung
Geprüfte Arten
(Auswirkungen)
Geprüfte LRT
(Auswirkungen)
Datum Ausnahme erteilt nach
VP-4111-302-04140

Plan/Projekt-ID:
VP-04140
Landwirtschaft, Tiermastanlage, Neubau

Errichtung und Betrieb einer Tierhaltungsanlage (Bullenmast)
Die Genehmigung der Tierhaltungsanlage (Bullenmast) in Münster,Gemarkung Ammelsbüren, Flur 29, Flurstück 286, erstreckt sich auf die Errichtung u. den Betrieb eines Bullenmaststalls mit 504 Mastplätzen, eines Festmistlagers bestehend aus 1.344 to, eines Strohlagers mit 2.027,85 m³ Lagerkapazität u. eines Fahrsilos/Silageplatte für 2.869,40 m³ Futterlagerung. Vorhandene Anlagen u. Nebeneinrichtungen des Altbestandes werden unverändert weiterbetrieben. Das FFF- u. VS-Gebiet Davert befindet sich in einem Abstand von ca. 900 m in östlicher Richtung. Zur Ammoniakimmission/ Stickstoffdeposition u. FFH-Verträglichkeit wurden Gutachten erstellt: Gutachten 15.010, vom 16.01.2015 u. FFH 15.028, vom 04.02.2015. In die Auswirkungsbetrachtung zum Wirkfaktor Eutrophierung wurden die prognostizierte Zusatzbelastung, die allgemeine Hintergrundbelastung sowie die Belastung des betrieblichen Altbestandes u. der im Umfeld der Anlage befindlichen Betriebe einbezogen. Die Überschreitung des projektbezogenen Abschneidewertes von 0,1 kg N/(ha*a) erforderte eine zweistufigen FFH-VP, inklusive lebensraumspezifischer Einzelbetrachung. Ausgewählte Ergebnisse der gutachterlichen Prognose innerhalb der stickstoffempfindlichen Biotope: Zusatzbe- lastung von 0,52 kg N/(ha*a) in einem östlich des Projekts gelegenen Randbereich des Schutzgebietes; eutrophierungsbedingter Funktionsverlust (7,5 m² ÄQ) für den LRT 9190 als unerheblich eingestuft.
Fazit: Im Rahmen der VP u. der naturschutzfachlichen Einzelbetrachtung wurden erhebliche Beeinträchtigungen für die FFH-LRT durch Stickstoffdeposition ausgeschlossen. Auch für die Tierarten gemäß Anhang II der FFH-RL und die Avifauna wurden negative Auswirkungen ausgeschlossen des Vorhabens (vgl. auch Angaben zum VSG Davert DE-4111-401).
Helm-Azurjungfer (keine)
Kammmolch (keine)
9190 (nicht erheblich)
9110 (nicht erheblich)
9160 (nicht erheblich)
Unterlagen vollständig:

Genehmigung mit Nebenbestimmungen:
04.05.2015

Genehmigung befristet bis:

§34 Abs. 3:
Nicht erforderlich

§34 Abs. 4:
Nicht erforderlich
VP-4111-302-04282

Plan/Projekt-ID:
VP-04282
Landwirtschaft, Tiermastanlage, Ausbau

Wesentl. Änderung und Betrieb einer Anlage zum Halten von Mastschweinen
Mit Änderung der Tierhaltungsanlage in der Gemarkung Senden, Flur 37, Flurstück 17, wurde ein bestehender Betrieb (3 Schweinemastställen u. 1 Güllehochbehälter) um 3 Mastställe mit je 1.474 Tierplätzen u. 2 Güllehochbehältern erweitert. Nach Realisierung des Projekts stehen 7.414 Schweinemastplätze (Mittel- bis Endmast) zur Verfügung. Die Hofstelle liegt ca. 2.200 m westl. des FFH-/VS-Gebiet Davert u. ca. 2.980 m südwestl. des FFH-Gebietes Venner Moor. Relevante Gutachten für FFH-Verträglichkeit (für alle 3 Gebiete): N-Gutachten Nr. G-2358-03 vom 25.01.2013 + Nachträge; Bericht zur UVU von 01. 2013 + Nachtrag vom 05.08.2013; Studie zur FFH-Vorprüfung von 01.2013 + Ergänzende Stellungnahme vom 29.05.2013; Landschaftspflegerischer Begleitplan von 10. 2012 + 2 Nachträge von Okt. 2012. Diese u. weitere Gutachten sind Bestandteil der Genehmigung. Ausgehend vom relevanten Wirkfaktor Eutrophierung wurde in den Gutachten die FFH-Verträglichkeit der Anlage nach den seinerzeit gültigen Vorgaben geprüft u. bestätigt. Die prognostizierte, zusätzl. N-Deposition durch die geplante Erweiterung der Anlage liegt unterhalb der Schwelle von 0,1 kg N/ha*a. Die Isolinien von 0,1 kg N/ha*a für Waldränder bzw. Offenlandbereiche berühren die Schutzgebiete nicht, sofern die geplante Abluftreinigung mit einem Minderungsgrad von 90 % für Ammoniak an allen Ställen greift. Laut Gutachten betragen die Abstände, in denen rund um den Imissionsschwerpunkt N-Einträge in Höhe von 0,10 kg N/ha*a erfolgen, 1.210 m für Offenland- bzw.1.667 m für Waldbiotope. Die prognostizierte Zusatzbelastung (ZB) für die Wälder der Davert beträgt 0,068 Kg N/ha*a (Venner Moor: ZB 0,031 kg für Wald u. 0,016 kg für Offenlandbiotope). Summationseffekte wurden nicht berücksichtigt. Für Tierarten besteht kein Konfliktpotential u. keine direkte Gefährdung durch N-Einträge.
Helm-Azurjungfer (keine)
Kammmolch (keine)
9110 (nicht erheblich)
9160 (nicht erheblich)
9190 (nicht erheblich)
91D0 (keine)
Unterlagen vollständig:

Genehmigung mit Nebenbestimmungen:
16.09.2013

Genehmigung befristet bis:

§34 Abs. 3:
Nicht erforderlich

§34 Abs. 4:
Nicht erforderlich
VP-4111-302-04284

Plan/Projekt-ID:
VP-04284
Landwirtschaft, Tiermastanlage, Ausbau

Wesentl. Änderung und Betrieb eine Anlage zum Halten von Mastschweinen
Mit Änderung der Tierhaltungsanlage in der Gemarkung Senden, Flur 35, Flurstück 115, wird ein bestehender Betrieb zum Halten von Schweinen um einen Maststall u. einen Güllehochbehälter bei gleichzeitiger Aufstallungsänderung im Bestand erweitert. Gesamtkapazität nach Änderung: 3.370 Mastschweineplätze, 1824 Ferkelplätze, 5186 m³ Gülle. Die Hofstelle liegt ca. 490 m nordwestl. des FFH- u. VS-Gebietes Davert u. 920 m südlich des FFH-Gebietes Venner Moor. Relevante Gutachten zur FFH-Verträglichkeit (für alle 3 Geb.): Geruchs- u. Ammoniakgutachten G-3277-02 vom 04.12.2012 + ergänzende Berechnung; UVU vom 05.12.2012+11.02.2014; FFH-VP vom 05.12.2012 +11.02.2014; Landschaftspflegerischer Begleitplan vom 21.02.2012 +11.02.2014 u.a. Diese u. weitere Gutachten sind Bestandteil der Genehmigung. FFH-relevanter Wirkfaktor: Eutrophierung. Für die neue Anlage werden konkret nachfolgende N-Einträge (kg N/ha*a) prognostiziert. Bereich Venner Moor: Lebensraumtyp/LRT 7140 (Übergangsmoor) 0,16-0,18 kg; LRT 9160 (Stieleichen-Hainbuchenwald) 0,71-0,81 kg. Bereich Davert: LRT 9110 (Hainsimsen-Buchenwald) 0,35-0,44 kg; LRT 9160 (Stieleichen-Hainbuchenwald) 0,36-1,10 kg; LRT 9190 (Alte bodensaure Eichenwälder) 0,49-1,15 kg. Laut Gutachten übersteigt die zu erwartende Stickstoffdeposition im Plan-Zustand bereits durch die Vorbelastung die Irrelevanzschwelle in Höhe von 3% der Belastungsgrenze (Critical Load/CL) an mehreren Standorten der LRT 7140, 9160 u. 9190. Eine Zustandsverschlechterung wird durch die neue Anlage trotz der Prognosewerte jedoch nicht erwartet, da durch spezielle Minderungsmaßnahmen eine Verbesserung der N-Deposition im Vergleich zum Altbestand um mind. 30 % bis zu ca. 50 % erfolgt. Für Tierarten besteht ebenfalls kein Konfliktpotential u. keine direkte Gefährdung durch N-Einträge.
Helm-Azurjungfer (keine)
Kammmolch (keine)
9110 (nicht erheblich)
9160 (nicht erheblich)
9190 (nicht erheblich)
91D0 (keine)
Unterlagen vollständig:

Genehmigung mit Nebenbestimmungen:
30.04.2014

Genehmigung befristet bis:

§34 Abs. 3:
Nicht erforderlich

§34 Abs. 4:
Nicht erforderlich
VP-4111-302-04286

Plan/Projekt-ID:
VP-04286
Landwirtschaft, Tiermastanlage, Ausbau

Neubau eines Sauenstalls
Im Zuge dieses Verfahrens wurde ein bestehender landwirtschaftlicher Betrieb mit Tierhaltung in der der Gemarkung Ascheberg, Flur 15, Flurstück 43 umgenutzt und durch den Neubau eines Sauenstalls mit 311 Plätzen erweitert, inklusive Anlage eines Güllekellers als unterirdisches Güllelager. Nach Fertigstellung der Baumaßnehmen stehen in der Anlage insgesamt 445 Sauen- bzw. Eberplätze, 114 Abferkelplätze sowie 500 Ferkelaufzuchtplätze zu Verfügung. Darüber hinaus befinden sich auf der Hofstelle ein Ferkelaufzuchtstall mit 1.580 Tieren u. ein Güllehochbehälter, die einem benachbarten Betrieb zuzuordnen sind. Die Hofstelle liegt ca. 85 m südlich zum nächstgelegenen Teil des FFH- und VS-Gebietes Davert. Gutachten als Bestandteile der Genehmigung: Studie zur FFH-Vorprüfung (behandelt nur LRT, nicht die Arten), LBP und Artenschutzrechtliche Prüfung jeweils vom 30.01.2012; Immissionsschutzgutachten vom 26.09.2011. Der Untersuchungsradius rund um die Anlage beträgt 600 m. FFH-relevanter Wirkfaktor: Eutrophierung durch NH3-Emissionen bzw. N-Deposition. Die betroffenen Waldbereiche des FFH-Gebietes sind als N-empfindliche Bestandteile und sonstige Lebensraumtypen (LRT) im weiteren Umfeld (> 600 m) als nicht N-empfindlich eingestuft. Die prognostizierte Beeinträchtigung der Wald-LRT übersteigt durch die Hoferweiterung die 3% Schwelle für zusätzl. N-Depositionen (Critical Load (CL) von 0,38-0,53 kg N/ha*a). Die N-Depositionen am Rand des FFH-Gebietes liegen nach Umsetzung der Planungen bei max. 5,3 kg N/ha*a u. überschreiten somit die irrelevanten Zusatzbelastungen. Die Bagatellschwelle für den nächstgelegenen N-empfindl. LRT (9190 Alte Eichenwälder) wird mit 0,38 kg N beziffert. Durch die Schadensbegrenzungsmaßnahmen in der gesamten Anlage verringern sich jedoch die N-Belastungen im Vergleich zum Vorzustand deutlich.
9110 (nicht erheblich)
9160 (nicht erheblich)
9190 (nicht erheblich)
91D0 (nicht erheblich)
Unterlagen vollständig:

Genehmigung mit Nebenbestimmungen:
06.08.2012

Genehmigung befristet bis:

§34 Abs. 3:
Nicht erforderlich

§34 Abs. 4:
Nicht erforderlich
VP-4111-302-04516

Plan/Projekt-ID:
VP-04516
Wasserwirtschaft, Verfahren nach Par. 68 WHG

Ökologische Verbesserung des Emmerbaches in Ascheberg, OT Davensberg
Die Plangenehmigung bezieht sich auf die "Ökologische Verbesserung des Emmerbachs in Ascheberg, Ortsteil Davensberg", im Bereich der "Deipenwiese" (östlich der Bahnlienie), in der Gemarkung Ascheberg, Flur 10, Flurstücke 1684, 1685 etc.. Hier wurde eine ökologische Gewässerverbesserung im Bereich des Emmerbaches und der Deipenwiese in Form einer naturnahen Sekundäraue realisiert. Durch entsprechende strukturelle Verbesserungen wurde ein großräumiges Entwicklungspotential für den Emmerbach und die darin angesiedelte Helm-Azurjungfer geschaffen. Darüber hinaus dient der umgestaltete Raum als Retentionsraum. Das in 2 Bauabschnitte unterteilte Projekt umfasst im Detail u. a. folgende Maßnahmen: Naturnahe Umgestaltung des Emmerbaches, Gewässeraufweitung, Errichtung eines Trennbauwerks (Dammbalken) und eines Drosselbauwerks, Errichtung von 2 Brücken, eines Wirtschaftsweges, einer Aussichtsplattform und eines Bolzplatzes sowie die Verfüllung des Emmerbach-Altarms auf 80 m, die Profilierung einer Trockenwetterrinne oder die Verlegung von Regenwassereinleitungsstellen. Der ursprüngliche Antrag vom 11.06.2015 wurde ergänzt durch einen Antrag vom 02.11.2015. Der Emmerbach ist Teil des FFH- und VS-Gebietes Davert, während die Deipenwiese nicht dazu gehört. Vorgelegte FFH-relevante Gutachten: FFH-Vorprüfung von Oktober 2015, landschaftspflegerischer Begleitplan (LBP) und artenschutzrechtlicher Fachbeitrag von Oktober 2015. Gemäß Gutachten lassen sich projektbedingte, erhebliche Beeinträchtigungen des FFH- und VS-Gebietes und der relevanten Arten ausschließen, ebenso wie nachteilige Summationswirkungen mit anderen Projekten. LRT sind von den Maßnahmen unberührt, FFH-relevante Arten erfahren - abgesehen von baubedingte Beeinträchtigungen - durch die ökolog. Verbesserungen eine Aufwertung.
Helm-Azurjungfer (nicht erheblich)
Kammmolch (keine)
9110 (keine)
9160 (keine)
9190 (keine)
91D0 (keine)
Unterlagen vollständig:

Genehmigung mit Nebenbestimmungen:
13.04.2016

Genehmigung befristet bis:

§34 Abs. 3:
Nicht erforderlich

§34 Abs. 4:
Nicht erforderlich
VP-4111-302-04731

Plan/Projekt-ID:
VP-04731
Landwirtschaft, sonstige Bauvorhaben

Neubau eines landwirtschaftl. Betriebes zur Pferdehaltung
Es handelt sich hierbei um den Neubau eines landwirtschaftlichen Betriebes zur Pferdehaltung in der Ortschaft Drensteinfurt, Gemarkung Rinkerode, Flur 17, Flurstücke 277, 281, 274 bzw. 304, 305. (Bereich Hofgut Ashege). Das Projekt umfasst den Neubau einer Reitanlage für ca. 60 Pferde, mit 1 Reithalle, je 2 Stall- u. Scheunengebäuden, 1 Führungsanlage u. diversen Futterstellen sowie 1 Betriebsleiterwohnung inkl. der notwendigen Außenanlagen. Der Abstand der Gesamtanlage zum FFH- und Vogelschutzgebiet Davert beträgt < 300 m. Gemäß FFH-VP vom 03.03.2005 sind mit dem Vorhaben keine erheblichen Beeinträchtigungen verbunden. Im Gutachten werden geringfügige bau- und betriebsbedingte Auswirkungen nicht ausgeschlossen. Beispielsweise sind u. U. Staubablagerungen durch Transportvorgänge und Besucherverkehr oder Beunruhigungen, Nährstoffeinträge und Bodenverdichtungen durch mobile Aktivitäten der Reiter möglich. Für Lebensraumtypen werden im FFH-Gutachten jedoch keine konkreten Beeinträchtigungen prognostiziert. Mögliche Auswirkungen auf vorkommende Vogelarten werden in dem entsprechenden Protokoll zum VSG dargestellt (vgl. VP-04735). Erforderliche Kompensationsmaßnahmen werden in einem Landschaftspflegerischen Begleitplan von Juli/Oktober 2005 dargestellt.
Unterlagen vollständig:

Genehmigung mit Nebenbestimmungen:
17.08.2005

Genehmigung befristet bis:

§34 Abs. 3:
Nicht erforderlich

§34 Abs. 4:
Nicht erforderlich

Gebietsinformationen laut Standarddatenbogen

Ausführliches Natura2000-Meldedokument des Gebietes DE-4111-302 im Fachinformationssystem "Natura 2000-Gebiete in Nordrhein-Westfalen".

Fläche: 2226 ha
Kreis(e): Muenster, Coesfeld, Warendorf
Kurzcharakterisierung: Die Davert umfasst ein zusammenhängendes, ausgedehntes historisches Waldgebiet innerhalb des Kernmünsterlandes. Von den naturnahen Waldgesellschaften bestimmen auf stau- oder grundwassergeprägten Böden artenarme Sternmieren-Eichen-Hainbuchenwälder und bodensaure Eichenwälder den Charakter des Gebietes. Prägend für das Landschaftsbild sind die knorrigen Eichen-Althölzer im mittleren bis starken Baumholzalter. Die bodensauren Eichenwälder stocken auf sandigen, wechselfeuchten bis wechselnassen, basenarmen Böden. Die von der Stiel-Eiche dominierten Bestände weisen flächendeckende Krautschichten mit anspruchslosen Arten wie Pfeifengras und Adlerfarn auf. Die Sternmieren-Eichen-Hainbuchenwälder kommen im Gebiet mit bemerkenswert großflächigen Beständen vor. Sie stocken auf staunassen Böden mit geringer Sandauflage. Es dominiert die nährstoffarme Ausbildung mit anspruchslosen Krautpflanzen wie Sauerklee, Zweiblättrige Schattenblume, Waldgeißblatt, Faulbaum, Dornfarn und Pfeifengras. Auch diese Bestände zeichnen sich durch einen hohen Anteil an Eichen-Altholz aus. Im Bereich des Staatsforstes Münster treten innerhalb der Baumschicht eindrucksvolle Flatter-Ulmen mit mächtigen Brettwurzeln auf und verleihen dem Wald einen urwaldähnlichen Charakter. Die Sternmieren-Eichen-Hainbuchenwälder bilden mit ihrem dichten Kronendach und der niedrigwüchsigen Krautschicht einen reizvollen Kontrast zu den lichten, aufgrund der hohen Krautvegetation schwer zugänglichen Eichenwäldern. Auf trockeneren Standorten wird der Eichenwald stellenweise vom Buchenwald, der im Gebiet zum Teil mit 100- bis 150jährigen Beständen ausgebildet ist, abgelöst. Als weitere naturnahe Wälder kommen in der Davert Erlen- und Birken-Bruchwälder vor. Sie sind zerstreut in nassen, anmoorigen Geländenmulden zu finden und runden das Bild der ehemals von Moor, Sumpf und Heide umgebenden Waldlandschaft Davert ab. Die Birkenbruchwälder prägen vor allem im Osten des Gebietes einige Waldbereiche. Sie haben sich im Laufe der natürlichen Sukzession auf ehemaligen Moor- und Kahlschlagflächen entwickelt. Der Aspekt wird von Moorbirken mit dichtem Pfeifengrasunterwuchs und Torfmoospolstern geprägt. Die Erlenbruchwälder sind deutlich artenreicher und weisen eine Vielzahl an Feuchtezeigern wie Gelbe Schwertlilie, Sumpffarn, Sumpf-Haarstrang, Sumpf-Baldrian sowie verschiedene Seggenarten auf. Besondere Beachtung verdient außerdem ein großflächiger Birken-Moorwald, der sich seit ca. 40 Jahren ungestört auf einem teilweise abgetorften Moor entwickeln konnte. Die Davert wird von einem reich verzweigten Fließgewässernetz, das sich aus kleinen Bächen und Abflußrinnen zusammensetzt, durchzogen. Ein äußerst reizvolles Fließgewässer stellt der Emmerbach mit seiner mannigfaltigen Unterwasser-, Schwimmblatt- und Röhrichtvegetation dar.
Lebensräume von gemeinschaftlichem Interesse nach FFH-Richtlinie:
  • Hainsimsen-Buchenwald (Luzulo-Fagetum) (9110)
  • Subatlantischer oder mitteleuropaeischer Stieleichenwald oder Hainbuchenwald (Carpinion betuli) [Stellario-Carpinetum] (9160)
  • Alte bodensaure Eichenwaelder auf Sandebenen mit Quercus robur (9190)
  • Moorwaelder (91D0)
Arten von gemeinschaftlichem Interesse nach FFH- oder Vogelschutzrichtlinie:
  • Kammmolch
  • Eisvogel
  • Mittelspecht
  • Schwarzspecht
  • Neuntöter
  • Wespenbussard
  • Helm-Azurjungfer
Startpunkt der Summationsbetrachtung: 07.12.2004
Art
[+] Helm-Azurjungfer (Coenagrion mercuriale)
[+] Kammmolch (Triturus cristatus)
Lebensraumtyp
[+] 9110 Hainsimsen-Buchenwald (Luzulo-Fagetum)
[+] 9160 Subatlantischer oder mitteleuropaeischer Stieleichenwald oder Hainbuchenwald (Carpinion betuli) [Stellario-Carpinetum]
[+] 9190 Alte bodensaure Eichenwaelder auf Sandebenen mit Quercus robur
[+] 91D0 Moorwaelder
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