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FFH-Verträglichkeitsprüfungen in NRW


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FFH-Verträglichkeitsprüfungen in NRW


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FFH-Verträglichkeitsprüfungen zu DE-4211-301 Waelder Nordkirchen

VP-Kennung Plan- / Projektart
Bezeichnung
Geprüfte Arten
(Auswirkungen)
Geprüfte LRT
(Auswirkungen)
Datum Ausnahme erteilt nach
VP-4211-301-04332

Plan/Projekt-ID:
VP-04332
Landwirtschaft, Tiermastanlage, Ausbau

Errichtung eines Junghennenaufzuchtstalls
Dieses Projekt steht in engem Zusammenhang mit zwei weiteren Verfahren im Bereich dieser Hofanlage in Nordkirchen. Die hier aufgeführte Baugenehmigung für die Errichtung eines Junghennenaufzuchtstalls in der Gemarkung Nordkirchen, Flur 27, Flurstück 25 bezieht sich in Teilen direkt auf einen imissionsschutzrechtlichen Genehmigungsbescheid vom 01.02.2012 (Aktenzeichen 70.1-2011/0536-9962125). Eine weitere immissionsschutzrechtliche Genehmigung wurde am 04.03.2015 beantragt und am 30.08.2016 genehmigt (Aktenzeichen 70.1-2015/0234-0004787). Im Zuge dieser Genehmigung erfolgte eine Teilung des Betriebes in Junghennen- und Schweinehaltung, mit einer Gesamtkapazität von 45.000 bis zu 51.999 Junghennen- und 1.499 Mastschweineplätzen. Hinsichtlich der eutrophierenden Auswirkungen der Stickstoffimmissionen auf das südlich/südöstlich gelegene, ca. 1.4 (1,7) km entfernte, zweiteilige FFH-Gebiet "Wälder bei Nordkirchen" (DE-4211-301) wurden die Betriebe immissionschutzrechtlich zusammen als eine Anlage betrachtet. Gemäß Gutachten, die im Rahmen der immissionsschutzrechtlichen Genehmigung erstellt wurden, überschreitet bereits die örtliche Hintergrundbelastung in Höhe von 41 kg N/ha*a den zulässigen Critical Load für die im FFH-Gebiet vorkommenden, nächstgelegenen Lebensraumtypen 9130 u. 9160. Die gesetzte Isolinie von 0,1 kg N/ha*a berührt das FFH-Gebiet jedoch nicht. Sie verläuft in einem Abstand von etwa 540 m vor dem südlich gelegenen FFH-Gebiet.
9160 (nicht erheblich)
9130 (nicht erheblich)
Unterlagen vollständig:

Genehmigung mit Nebenbestimmungen:
04.06.2014

Genehmigung befristet bis:

§34 Abs. 3:
Nicht erforderlich

§34 Abs. 4:
Nicht erforderlich
VP-4211-301-04333

Plan/Projekt-ID:
VP-04333
Landwirtschaft, Tiermastanlage, Ausbau

Wesentliche Änderung und Betrieb einer Anlage für Geflügel (Junghennen)
Antrag und Genehmigung beziehen sich auf die Neuerrichtung von Stallgebäuden und Futtersilos und den fortgesetzten Betrieb einer bestehenden Anlage zum Halten oder zur Aufzucht von Junghennen nordöstlich von Nordkirchen in der Gemarkung Nordkirchen, Flur 27, Flurstück 25. Nach Umsetzung der geplanten Erweiterungen stehen mit den zusätzlich errichteten 45.000 Tierplätzen insgesamt 84.900 Aufzuchtplätze zur Verfügung. Das Brandschutzkonzept vom 16.06.2011, die Ammoniak- u. Stickstoffprognose G-2981-1 vom 23.05.2011 sowie der Landschaftspflegerische Begleitplan vom 30.05.2011 sind Bestandteil der Genehmigung. (Hinweis: Der LBP basiert auf den Ausführungen eines weiteren LBP vom 19.11.2007, der im Rahmen eines Genehmigungsverfahrens zum ersten (benachbarten) Stall erstellt worden ist.) Als relevante Wirkfaktoren sind Eutrophierung bzw. Stickstoff- und Staubimmissionen zu benennen. Laut Gutachten sind Staub- u. Stickstoffemissionen nur im Nahbereich der Anlage relevant. Die Stickstoff-Ausbreitungsberechnungen ergaben eine Überschreitung des Wertes von 10 µg NH³/m³ nur im unmittelbaren Bereich um die Stallanlagen. Die Isoplethe für 3 µg NH³/m³ beschränkt sich laut Gutachten auf das nähere Umfeld. Die zusätzlichen Ammoniakbelastungen und deren eutrophierende Wirkungen auf das südlich/südöstlich gelegene, ca. 1,5 km entfernte, zweiteilige FFH-Gebiet "Wälder bei Nordkirchen" (DE-4211-301) wurden aufgrund der Entfernung zum Schutzgebiet nicht in die Immissionsprognose einbezogen. Beeinträchtigungen wurden darum als nicht erheblich eingestuft. Hinweis: Das Vorhaben steht in Zusammenhang mit einer baurechtlichen Genehmigung vom 04.06.2014 (Aktenzeichen 63.1-00798/13) und einer immissionschutzrechtlichen Genehmigung vom 30.08.2016 (Aktenzeichen 70.1-2015/0234-0004787).
9160 (nicht erheblich)
9130 (nicht erheblich)
Unterlagen vollständig:

Genehmigung mit Nebenbestimmungen:
01.02.2012

Genehmigung befristet bis:

§34 Abs. 3:
Nicht erforderlich

§34 Abs. 4:
Nicht erforderlich
VP-4211-301-04334

Plan/Projekt-ID:
VP-04334
Landwirtschaft, Tiermastanlage, Ausbau

Wesentliche Änderung und Betrieb einer Anlage für Junghennen
Antrag und Genehmigung umfassen die wesentliche Änderung u. den Betrieb einer Anlage zur Haltung oder zur Aufzucht von bis zu 45.000 Junghennen bis zu 18 Wochen u. in jedem 3. Durchgang von bis zu 51.999 Junghennen bis zu 5 Wochen in der Gemarkung Nordkirchen, Flur 27, Flurstück 9. Abgesehen von der Anpassung der Be- und Entlüftung an den Stand der Technik waren keine baulichen Änderungen an den Gebäudehüllen vorgesehen. Im Zuge dieser immissionschutzrechtlichen u. einer weiteren, baurechtlichen Genehmigung (vom 04.06.2014/Aktenzeichen 63.1-00798/13) erfolgte die Teilung des Betriebes in Junghennenhaltung u. in Mastschweinehaltung (Gesamtkapazität: 1.499 Mastschweine) mit jeweils unterschiedlichen Betreibern. Hinsichtlich der eutrophierenden Auswirkungen des Luftammoniaks auf das südlich/südöstlich gelegene, ca. 1.4 (1,7) km entfernte, zweiteilige FFH-Gebiet "Wälder bei Nordkirchen" (DE-4211-301) wurden die Betriebe immissionschutzrechtlich zusammen, d. h. als eine Anlage betrachtet. Neben dem Brandschutzkonzept vom 04.04.2016 u. den Gutachten zur Ammoniak- u. Staubimmissionsprognose vom 16.02.2015 inkl. Nachtrag vom 11.11.2015 ist auch die FFH-Vorprüfung vom 12./17.02.2015 Bestandteil der Genehmigung. Laut gutachterlicher Prognose erhöhen sich die Ammoniakemissionen (NH³) durch die beiden Anlagen nicht. Optimierte Lüftungstechniken bewirken tendenziell eher eine geringfügige Verringerung der Emissionen. Gemäß Gutachten überschreitet jedoch bereits die örtliche Hintergrundbelastung in Höhe von 41 kg N/ha*a den zulässigen Critical Load für die im FFH-Gebiet vorkommenden, nächstgelegenen Lebensraumtypen 9130 u. 9160. Die gesetzte Isolinie von 0,1 kg N/ha*a berührt das FFH-Gebiet aber nicht. Sie verläuft in einem Abstand von etwa 540 m vor dem südlich gelegenen FFH-Gebiet.
9160 (nicht erheblich)
9130 (nicht erheblich)
Unterlagen vollständig:

Genehmigung mit Nebenbestimmungen:
30.08.2016

Genehmigung befristet bis:

§34 Abs. 3:
Nicht erforderlich

§34 Abs. 4:
Nicht erforderlich
VP-4211-301-04335

Plan/Projekt-ID:
VP-04335
Landwirtschaft, Tiermastanlage, Ausbau

Änderung/Betrieb einer Anlage zum Halten/zur Aufzucht von Mastschweinen
Nach der Neuerrichtung von 2 Ställen (mit je 1344 Tierplätzen) und einer Futterlagerhalle östl. der vorhandenen Hofstelle sowie durch Änderungen im Bestand umfasst die Gesamtkapazität der landwirtschaftlichen Hofstelle in der Gemarkung Herbern, Flur 24 , Flurstücke 177 u.a. insgesamt 4.244 Mastschweineplätze. Für den anfallenden Flüssigmist stehen Güllekanäle unterhalb der Stallgebäude u. oberirdische Güllelager mit einer Güllelagerkapazität von 5.334 m³ zur Verfügung. Gutachten: Bericht zur Umweltverträglichkeitsprüfung u. Landschaftspflegerischer Begleitplan (LBP) jeweils von Juni 2011; Potentialanalyse der Avifauna von Okt. 2010, Geruchs- und Ammoniakanalyse vom 14.06.2011 + Ergänzung vom 17.04.2012 etc.. Der LBP ist Bestandteil der Genehmigung. In den Gutachten wurden keine erheblichen, von der Anlage ausgehenden Belastungen bezügl. Gerüche; Ammoniakkonzentrationen und Stickstoffdepositionen und keine hohen/riskanten Staub- u. Keimbelastungen prognostiziert. Ansteigende, negative Umweltauswirkungen, die trotz Schadensbegrenzungsmaßnahmen (z.B. Einsatz von Abluftwäschern) insbesondere auf betroffene Schutzgüter im näheren Umfeld auftreten können, wurden als unerheblich eingestuft und im Rahmen der Eingriffsregelung kompensiert (vgl. LBP). An den Rändern des etwa 800 m nordwestlich der Hofstelle gelegenen FFH-Gebietes "Wälder bei Nordkirchen" (LRT 9160) sinkt laut Gutachten die N-Depositionsbelastung durch die Abluftoptimierung von ca.1,40 kg N/ha*a auf 0,91 kg N/ha*a.
9160 (nicht erheblich) Unterlagen vollständig:

Genehmigung mit Nebenbestimmungen:
02.05.2012

Genehmigung befristet bis:

§34 Abs. 3:
Nicht erforderlich

§34 Abs. 4:
Nicht erforderlich
VP-4211-301-04336

Plan/Projekt-ID:
VP-04336
Landwirtschaft, Tiermastanlage, Ausbau

Änderung/Betrieb einer Anlage für Mastschweine u. zur Güllelagerung
Mit dieser wesentlichen Anlagenerweiterung in der Gemarkung Nordkirchen, Flur 34, Flurst 35 wurden u. a. die Nutzungsänderungen für Mehrzweckhallen, Rinder- und Kälberställe sowie die Errichtung von Schweineställen und eines abgedeckten Güllehochbehälters (950 m³) genehmigt. Gesamtkapazitäten des Betriebes nach Umsetzung des Vorhabens (inkl. Weiterbetrieb der vorhandenen Betriebseinheiten): 2.582 Mittel-und Endmastplätze für die Schweinemast, Gesamtgüllekapazität von 3.076 m³ (außerhalb der Stallungen 1.625 m³). Die Hofstelle liegt im Minimum ca. 350 m südlich vom FFH-Gebiet "Wälder bei Nordkirchen" (zw. den 2 Teilen des FFH-Gebietes). Mit dem Antrag wurden u. a. vorgelegt: Immissionsprognosen Ammoniak/Geruch, Eingriffsbewertung und Ausgleichsmaßnahmen nach LG/NG, Landschaftspflegerischer Begleitplan. Die Unterlagen sind jeweils Bestandteil der Genehmigung. Auf eine FFH-spezifische Prüfung und den Bezug zu den vorkommenden FFH-Lebensräumen (3150, 9130, 9160, 91E0) wurde aufgrund des Abstandes verzichtet. Mögliche relevante Wirkfaktoren: N-Einträge/Eutrophierung, Staub. Die Konzentration emittierter Stoffe aus den Schweinemastställen beträgt laut Prognose ca. 7163 kg Ammoniak/a u. 20 mg Staub/m³. Die Auswirkungen der Ammoniakemissionen aus der erweiterten Anlage werden insgesamt nicht als erheblich eingestuft, da Grenzwerte für empfindliche Ökosysteme nicht bzw. ggf. nur hofnah überschritten werden. Zur Vermeidung schädlicher Umwelteinwirkungen und insbesondere zur Reduzierung der N-Einträge sind die Abluftkamine gemäß Immissionsschutzrecht dem Stand der Technik anzupassen. Im Rahmen von Umweltinspektionen wird diese Maßgabe fortlaufend überprüft. Im Jahr 2016 fand eine entsprechende (bis zum 08.12.2016 ergebnisoffene) Überprüfung statt.
3150 (nicht erheblich)
9130 (nicht erheblich)
9160 (nicht erheblich)
91E0 (nicht erheblich)
Unterlagen vollständig:

Genehmigung mit Nebenbestimmungen:
25.07.2006

Genehmigung befristet bis:

§34 Abs. 3:
Nicht erforderlich

§34 Abs. 4:
Nicht erforderlich
VP-4211-301-04576

Plan/Projekt-ID:
VP-04576
Freizeit- und Erholungseinrichtung, sonstige

Neubau einer Brücke über den Gorbach in Nordkirchen
Die Gemeinde Nordkirchen plante den Neubau einer Brücke über dem Gorbach im Rahmen des NRW Ziel 2-Programms 2007 - 2013 unter dem Titel "Erlebte Natur- und Kulturlandschaft in der Schlösserachse Nordkirchen und Westerwinkel". Mit der Maßnahme in der Gemarkung Nordkirchen, Flur 37, Flurstücke 11 u. 12 wurde gemäß der Planung eine bestehende Brücke durch ein neues Brückenbauwerk aus Holz und Cortenstahl ersetzt. Die vorhandene Furt aus Natursteinen wurde in einen Bereich südöstlich der Brücke versetzt und dabei gewässerökologisch aufgewertet. Die Anbindung der Brücke an den vorhandenen Waldweg erfolgt über eine wassergebundene Wegedecke. Der betroffene Bereich des Gorbaches ist Teil des FFH-Gebietes "Wälder Nordkirchen". Die Auswirkungen auf das FFH-Gebiet wurden in einer FFH-Vorprüfung von Juni/August 2011 dargestellt. Laut Gutachten können die im Randbereich des Schutzgebietes auf relativ kleiner Fläche durchzuführenden Baumaßnahmen und Gehölzrückschnitte Bodenverdichtungen, kurzfristige Substrataufwirbelungen im Bach, Kronenschäden an Bäumen, Lärm- und Staubemissionen hervorrufen oder es können Schmierstoffe eingetragen werden. Jedoch sind dauerhafte, erhebliche Beeinträchtigungen im Bereich des FFH-Gebietes nicht zu erwarten. Negative Beeinträchtigungen von FFH-Lebensraumtypen werden mit Bezug auf ein Schreiben des Naturschutzzentrum des Kreises Coesfeld pauschal ausgeschlossen. Ergänzender Hinweis: Eine Stellungnahme der unteren Naturschutzbehörde war im Rahmen der nachträglichen Projekterfassung und FIS-Eingabe nicht einsehbar.
9160 (keine)
9130 (keine)
91E0 (keine)
3150 (keine)
Unterlagen vollständig:

Genehmigung mit Nebenbestimmungen:
09.09.2011

Genehmigung befristet bis:

§34 Abs. 3:
Nicht erforderlich

§34 Abs. 4:
Nicht erforderlich
VP-4211-301-04577

Plan/Projekt-ID:
VP-04577
Freizeit- und Erholungseinrichtung, sonstige

Herstellung einer Aussichtsplattform über den Gorbach
Die Gemeinde Nordkirchen plante die Realisierung einer Aussichtsplattform über dem Gorbach im Rahmen des NRW Ziel 2-Programms 2007 - 2013 unter dem Titel "Erlebte Natur- und Kulturlandschaft in der Schlösserachse Nordkirchen und Westerwinkel". Das Projekt in der Gemarkung Nordkirchen, Flur 37, Flurstücke 12 u. 47 umfasst eine über die Wasserfläche ragende Holzkonstruktion am Ufer des Gorbaches, welche von einem Geländer aus Cortenstahl und Rundhölzern flankiert wird. Ziel dieser Naturerlebnis-Maßnahme ist die dauerhafte Gewährleistung des Ausblicks auf den Auenbereich und die umliegenden Wiesen und Felder. Der betroffene Bereich des Gorbaches ist Teil des FFH-Gebietes "Wälder Nordkirchen". Die Auswirkungen auf das FFH-Gebiet wurden in einer FFH-Vorprüfung von Juli/August 2011 dargestellt. Laut Gutachten können die im Randbereich des Schutzgebietes durchzuführenden Baumaßnahmen u. Gehölzrückschnitte im Plattformumfeld sowie im Bereich der Zuwegungen Bodenverdichtungen, Kronenschäden an Bäumen, Lärm- u. Staubemissionen hervorrufen oder es können Schmierstoffe eingetragen werden. Jedoch sind dauerhafte, erhebliche Beeinträchtigungen im Bereich des FFH-Gebietes nicht zu erwarten. Negative Beeinträchtigungen von FFH-Lebensraumtypen werden von den Gutachtern pauschal ausgeschlossen. Ergänzende Hinweise zum Verfahren: Neben der Baugenehmigung vom 10.10.2011 (Verfahren nach § 35 BauGB und planungsrechtliche Beurteilung nach § 35 BauGB) liegt auch eine Anlagengenehmigung nach § 99 LWG vom 09.09.2011 mit diversen Nebenbestimmungen vor. Das Schreiben der uNB zur Befreiung nach § 67 BNatSchG vom 01.09.2011 enthält, ergänzend zur offiziellen Stellungnahme der Naturschutzbehörde, naturschutzrelevante Nebenbestimmungen (vgl. Protokollteil C).
9160 (keine)
9130 (keine)
91E0 (keine)
3150 (keine)
Unterlagen vollständig:

Genehmigung mit Nebenbestimmungen:
09.09.2011

Genehmigung befristet bis:

§34 Abs. 3:
Nicht erforderlich

§34 Abs. 4:
Nicht erforderlich

Gebietsinformationen laut Standarddatenbogen

Ausführliches Natura2000-Meldedokument des Gebietes DE-4211-301 im Fachinformationssystem "Natura 2000-Gebiete in Nordrhein-Westfalen".

Fläche: 325 ha
Kreis(e): Coesfeld
Kurzcharakterisierung: Das vorwiegend mit Laubwäldern bestockte Gebiet liegt im südlichen Teil des Kreises Coesfeld. Es erstreckt sich in zwei Teilflächen zwischen Nordkirchen im Westen und der Bahnlinie Werne-Ascheberg im Osten. Neben den großflächigen Wäldern wird die westliche Teilfläche von dem ca. 40 ha großen Hirschpark geprägt, ein ehemaliges Wildgehege, dessen teilweise feuchtes, und mit zahlreichen Hecken und Gehölzgruppen gegliedertes Grünland heute mit Rindern beweidet wird. Im Bereich des NSG Forsthaus Ichterloh wurden zahlreiche Kleingewässer in einer Ackerbrache angelegt. Im westlichen Teilgebiet dominiert ein naturnaher Eichen-Hainbuchenwald, während der Ostteil durch Waldmeister-Buchenwälder und fließende Übergänge zum Eichen-Hainbuchenwald gekennzeichnet ist. Allgemein sind die Wälder sehr strukturreich mit oft gut entwickelter, frühlingsgeophytenreicher Krautschicht und hohem Tot- und Altholzanteil. Die zahlreichen Kleingewässer in den Wäldern und im Grünland fallen z.T. zeitweise trocken. Forste mit nicht heimischen Gehölzen (überwiegend Hybridpappel, kleinflächig Fichte) stocken auf ca. 25 % der Waldfläche. In weiten Bereichen sind die Waldflächen mit Entwässerungsgräben durchzogen.
Lebensräume von gemeinschaftlichem Interesse nach FFH-Richtlinie:
  • Waldmeister-Buchenwald (Asperulo-Fagetum) (9130)
  • Subatlantischer oder mitteleuropaeischer Stieleichenwald oder Hainbuchenwald (Carpinion betuli) [Stellario-Carpinetum] (9160)
  • Auen-Waelder mit Alnus glutinosa und Fraxinus excelsior (Alno-Padion, Alnion incanae, Salicion albae) (91E0)
  • Natuerliche eutrophe Seen mit einer Vegetation des Magnopotamions oder Hydrocharitions (3150)
Arten von gemeinschaftlichem Interesse nach FFH- oder Vogelschutzrichtlinie:
  • Schwarzspecht
  • Wespenbussard
Startpunkt der Summationsbetrachtung: 07.12.2004
Art
Lebensraumtyp
[+] 3150 Natuerliche eutrophe Seen mit einer Vegetation des Magnopotamions oder Hydrocharitions
[+] 9130 Waldmeister-Buchenwald (Asperulo-Fagetum)
[+] 9160 Subatlantischer oder mitteleuropaeischer Stieleichenwald oder Hainbuchenwald (Carpinion betuli) [Stellario-Carpinetum]
[+] 91E0 Auen-Waelder mit Alnus glutinosa und Fraxinus excelsior (Alno-Padion, Alnion incanae, Salicion albae)
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