Titel:

FFH-Verträglichkeitsprüfungen in NRW


Logo:

FFH-Verträglichkeitsprüfungen in NRW


Suche:


Schriftmenü:

Schriftgrösse: ||

Inhalt:

FFH-Verträglichkeitsprüfungen zu DE-4218-301 Tallewiesen

VP-Kennung Plan- / Projektart
Bezeichnung
Geprüfte Arten
(Auswirkungen)
Geprüfte LRT
(Auswirkungen)
Datum Ausnahme erteilt nach
VP-4218-301-00647

Plan/Projekt-ID:
VP-00647
Nutzung der Tallenseen als Hochwasserspeicher
Die sogenannten Talleseen sind in der Vergangenheit bei Nassauskiesungen entstanden
und bestehen aus drei separaten, durch Dämme getrennte Gewässer. Zwei dieser Seen sollen als Hochwasserspeicher im Nebenschluss zur Lippe genutzt werden. Für den Hochwasserstau werden der Mittel- und der Untersee genutzt. Die Seen grenzen, getrennt durch die Bundesstraße B 1, an das FFH-Gebiet DE-4218-301
"Tallewiesen" an, welches Bestandteil des Gebietsnetzes NATURA 2000 ist.
Im Randbereich am Diebesweg und der B 1 entlang führend wird die Hochwasserüberleitung unter Inanspruchnahme von Flächen des FFH-Gebietes errichtet. Ebenfalls innerhalb des FFH-Gebietes liegen die Ableitungsmulden. Bestandteil des FFH -Gebietes ist auch der Muschelgraben.
Der Untersee und sein Ablauf, der Muschelgraben, beherbergen wertvolle Arten, die aufgrund der FFH-RL streng geschützt sind. Daraus ergibt sich die Notwendigkeit, den Untersee so wenig wie möglich zu belasten. Dies wird erreicht, indem zunächst der Mittelsee in Anspruch genommen wird. Erst bei Erreichen eines Ereignisses seltener
als 50-jährlich läuft der mittlere See in den unteren See über.

Wirkfaktoren:
Baubedingt: Individuenverluste, Gewässertrübung und Gefahr der Gewässerverunreinigung durch ÖL, Treib- und Schmierstoffe, direkter Flächenverlust

Anlagebedingt: Individuenverluste, Gewässertrübung und Gefahr der Gewässerverunreinigung durch ÖL, Treib- und Schmierstoffe

Betriebsbedingt: Einfluss auf die Wasserqualität, Wassertemperatur und Nährstoffversorgung im Muschelgraben sowie Einfluss auf die Wasserführung durch Sonderspeisung des Muschelgrabens über eine Rohrleitung aus dem Obersee während des Lastfalls, direkter Flächenverlust, Veränderung der Überflutungsdynamik, Grundwasserabsenkung
Helm-Azurjungfer (nicht erheblich)
Gemeine Flussmuschel (nicht erheblich)
6430 (nicht erheblich)
6510 ()
Unterlagen vollständig:

Genehmigung mit Nebenbestimmungen:
10.02.2010

Genehmigung befristet bis:

§34 Abs. 3:
Ja

§34 Abs. 4:
Nicht erforderlich

Gebietsinformationen laut Standarddatenbogen

Ausführliches Natura2000-Meldedokument des Gebietes DE-4218-301 im Fachinformationssystem "Natura 2000-Gebiete in Nordrhein-Westfalen".

Fläche: 49 ha
Kreis(e): Paderborn
Kurzcharakterisierung: Bei den Tallewiesen handelt es sich um ein ehemaliges Flößwiesengebiet, an dessen Südrand die Lippe verläuft. Das Gebiet wird geprägt durch einen großen Grünlandkomplex, der von ganzjährig wasserführenden Gräben durchzogen wird. Großseggenrieder, feuchte extensiv genutzte Grünlandflächen und Hochstaudenfluren entlang der ehemaligen Flößgräben machen zusammen mit seltenen Tier- und Pflanzenarten, wie Kleiner Flußmuschel und Helm-Azurjungfer, den besonderen Reiz dieses Gebietes aus.
Lebensräume von gemeinschaftlichem Interesse nach FFH-Richtlinie:
  • Feuchte Hochstaudenfluren der planaren und montanen bis alpinen Stufe (6430)
  • Magere Flachland-Maehwiesen (Alopecurus pratensis, Sanguisorba officinalis) (6510)
Arten von gemeinschaftlichem Interesse nach FFH- oder Vogelschutzrichtlinie:
  • Helm-Azurjungfer
  • Gemeine Flussmuschel
Startpunkt der Summationsbetrachtung: 07.12.2004
Art
[+] Helm-Azurjungfer (Coenagrion mercuriale)
[+] Gemeine Flussmuschel (Unio crassus)
Lebensraumtyp
[+] 6430 Feuchte Hochstaudenfluren der planaren und montanen bis alpinen Stufe
[+] 6510 Magere Flachland-Maehwiesen (Alopecurus pratensis, Sanguisorba officinalis)
Die Kartenanwendung benötigt Javascript. Falls Sie diese Karte aufrufen möchten, schalten Sie in Ihrem Browser Javascript ein.