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FFH-Verträglichkeitsprüfungen in NRW


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FFH-Verträglichkeitsprüfungen zu DE-4807-301 Urdenbach - Kirberger Loch - Zonser Grind

VP-Kennung Plan- / Projektart
Bezeichnung
Geprüfte Arten
(Auswirkungen)
Geprüfte LRT
(Auswirkungen)
Datum Ausnahme erteilt nach
VP-4807-301-04702

Plan/Projekt-ID:
VP-04702
Energie, Kraftwerk, Gas

Errichtg. u. Betrieb eines neuen Dampfkessels m.Vorschalt-Gasturbine GUD
Am Standort in Köln-Worringen (Flur 53, Flurstück 53 sowie Flur 33 Flurstück 40) ist zur langfristigen Sicherstellung der Energieversorgung die Modernisierung eines bestehenden Kraftwerkes, durch welches Strom und Prozessdampf bereitgestellt werden, geplant. Im Rahmen des geplanten Vorhabens soll der vorhandene Dampfkessel K 5 stillgelegt und durch eine größere Kesselanlage (Dampfkessel 7) mit vorgeschalteter Gasturbine (GUD-Anlage) ersetzt werden. Ziel ist die effizientere Ausnutzung der Brennstoffe bei höherer Flexibilität. Die Gesamtfeuerungswärmeleistung beträgt 295 MW.
Eine direkte Inanspruchnahme bzw. Umwidmung von Natura 2000-Gebieten ist nicht gegeben.
Im Rahmen der Antragsunterlagen wurde eine Stellungnahme zur FFH-Verträglichkeit erarbeitet. Zerschneidungseffekte und erhebliche Auswirkungen durch Licht oder Lärm sind auszuschließen. Die Irrelevanzwerte der TA Luft zum Schutz der menschlichen Gesundheit bzw. vor erheblichen Nachteilen werden für die relevanten Schadstoffe Stickstoffdioxid und Schwefeldioxid deutlich unterschritten. Die maximalen Stickstoffdepositionen durch das geplante Vorhaben (Zusatzbelastung) unterschreiten das Abschneidekriterium von 0,10 kg N/(ha*a) bei allen N-empfindlichen FFH-Gebieten deutlich. Auch bei einer summarischen Betrachtung des Kraftwerks mit Bezug auf den Zeitpunkt der Unterschutzstellung der FFH-Gebiete ist von einer deutlich negativen Emissionsbilanz auszugehen. Beeinträchtigungen durch Versauerung sind ebenfalls auszuschließen.
6210 (nicht erheblich)
91F0 (nicht erheblich)
6510 (nicht erheblich)
91E0 (nicht erheblich)
Unterlagen vollständig:
02.06.2017

Genehmigung:
01.09.2017

Genehmigung befristet bis:

§34 Abs. 3:
Nicht erforderlich

§34 Abs. 4:
Nicht erforderlich
VP-4807-301-04647

Plan/Projekt-ID:
VP-04647
Energie, Kraftwerk, Gas

Errichtung und Betrieb einer Dampfkesselanlage
Errichtung u. Betrieb einer Dampfkesselanlage zur Dampferzeugung u. Dampfbesicherung der Chempark Partner im Chempark Dormagen. Installation einer neuen Dampfkesselanlage mit 10 Flammrohrkesseln mit einer Feuerungswärmeleistung von je 36,5 MW (GesamtFWL: 365 MW) u. einer Bruttodampfleistung von je 46 t/h. Als Brennstoff ist ausschließlich Erdgas vorgesehen. Als relevante Wirkfaktoren wurden Einflüsse über den Luftpfad (Schadstoffimmissionen), Einflüsse durch Bodeneinträge über den Luftpfad sowie Lärm- und Lichtimmissionen genannt. Potentiell beeinträchtigte FFH-Gebiete sind "Worringer Bruch", "Knechtstedener Wald mit Chorbusch", "Wahler Berg", "Urdenbach - Kirberger Loch - Zonser Grind" und "Rhein-Fischschutzzone zwischen Emmerich und Bad Honnef". Erhebliche Lärm- und Lichtimmissionen sind nicht abzuleiten. Die N-Zusatzbelastung übersteigt in keinem FFH-Gebiet die Irrelevanzschwelle von 0,10 kg N/(ha*a). Der Wert für Versauerung von 30 eq (N+S)/(ha*a) wird nicht überschritten. Lediglich im Bereich der "Rhein-Fischschutzzonen zwischen Emmerich und Bad Honnef" wird das Abschneidekriterium von 0,10 kg N/(ha*a) erreicht bzw. überschritten. Hier sind keine N-empfindlichen LRTen betroffen. Das Gutachten kommt zu dem Schluss, dass keine relevanten Beeinträchtigungen der Erhaltungs- und Entwicklungsziele der FFH-Gebiete durch bau-, anlage- oder betriebsbedingte Wirkfaktoren abzuleiten sind (gutachterliche Stellungnahme zur FFH-Verträglichkeit vom 04.11.2014). Zu dem FFH-Gebiet "Urdenbach - Kirberger Loch - Zonser Grind" liegen keine weiteren Aussagen vor.
Unterlagen vollständig:

Genehmigung:
22.01.2016

Genehmigung befristet bis:

§34 Abs. 3:
Nicht erforderlich

§34 Abs. 4:
Nicht erforderlich
VP-4807-301-04651

Plan/Projekt-ID:
VP-04651
Energie, Kraftwerk, Gas

Errichtung und Betrieb einer Dampfkesselanlage
Errichtung und Betrieb einer Dampfkesselanlage zur Dampfbesicherung und -versorgung der Chempark Partner im Chempark Dormagen. Die 1. Teilgenehmigung umfasst: Die Errichtung zweier Wasserrohrkessel mit einer Feuerungswämeleistung von je 36,5 MW u. einer Bruttodampfleistung von je 46 t/h, einer gemeinsamen Wasserver- u. Entsorgung, zwei einzügige Stahlschornsteine, einer Brennstoffversorgung u. einer Dampfturbine sowie die Festlegung der immissionsschutzrechtlichen Belange u. die Prüfung zur Inbetriebnahme. Die Feuerungswärmeleistung der Dampfkesselanlage beträgt max. 73 MW. Die Dampfkessel werden im durchlaufenden Betrieb von 0:00 bis 24:00 gefahren. Die Feuerung erfolgt mit Erdgas. Als potentielle Wirkfaktoren werden Einflüsse über den Luftpfad (Schadstoffimmissionen), Einflüsse durch Bodeneinträge über den Luftpfad sowie Einflüsse durch Lärm- und Lichtimmissionen genannt. Möglicherweise betroffene FFH-Gebiete: "Worringer Bruch", "Knechtstedener Wald mit Chorbusch", "Rhein-Fischschutzzone zwischen Emmerich und Bad Honnef", "Wahler Berg" und "Urdenbach - Kirberger Loch - Zonser Grind". Erhebliche zusätzliche Lärm- und Lichtimmissionen sind nicht abzuleiten. Die N-Zusatzbelastung unterschreitet flächendeckend 0,10 kg N /(ha*a). Die berechneten Säureeinträge unterschreiten flächendeckend 30 eq (N+S)/(ha*a).
Das FFH-Gutachten (12. Juni 2014) kommt zu dem Schluss, dass keine relevanten Beeinträchtigungen der Erhaltungs- und Entwicklungsziele der FFH-Gebiete durch bau-, anlage- oder betriebsbedingte Wirkfaktoren abzuleiten sind. Zu dem FFH-Gebiet "Urdenbach - Kirberger Loch - Zonser Grind" liegen keine weiteren Aussagen vor.
Unterlagen vollständig:

Genehmigung:
15.03.2014

Genehmigung befristet bis:

§34 Abs. 3:
Nicht erforderlich

§34 Abs. 4:
Nicht erforderlich
VP-4807-301-04883

Plan/Projekt-ID:
VP-04883
Industrieanlage, Metallverarbeitung

Errichtung und Betrieb eines Recyclingzentrums in Neuss-Stüttgen
Neubau eines Recyclingzentrums auf dem Werksgelände des Rheinwerks zur Einschmelzung von Schrotten mit einer Schmelzkapazität von 50.000 t/a Output. Das dann flüssig vorliegende Aluminium soll anschließend in die vorhandene Aluminium-Gießerei und damit für den Produktionskreislauf wiedergewonnen werden.

Mögliche betriebsbedingte Einwirkungen: N-Verbindungen, Säureeintrag; Organische Verbindungen; sonstige Luftschadstoffeinträge
3150 (keine)
6210 (keine)
6430 (keine)
6510 (keine)
91E0 (keine)
91F0 (keine)
Unterlagen vollständig:

Genehmigung:
25.06.2015

Genehmigung befristet bis:

§34 Abs. 3:
Nicht erforderlich

§34 Abs. 4:
Nicht erforderlich
VP-4807-301-04900

Plan/Projekt-ID:
VP-04900
Industrieanlage, sonstige Anlage

Sanierung und Kürzung des Kamins 4 Wasserglasfabrik
Sanierung eines vorhandenen Kamins wobei die Höhe des Kamins von 100m auf 67m gekürzt wird.

Wirkfaktoren: NOx, SO2

Gutachten: Depositionsberechnung 936/21218796/A vom 16.01.2012 (TÜV Rheinland Energie und Umwelt GmbH)
Unterlagen vollständig:

Genehmigung mit Nebenbestimmungen:
12.06.2012

Genehmigung befristet bis:

§34 Abs. 3:
Nicht erforderlich

§34 Abs. 4:
Nicht erforderlich
VP-4807-301-05555

Plan/Projekt-ID:
VP-05555
Energieerzeugung, sonstige Anlage

Änderung Sonderabfallverbrennungsanlage Lev.-Bürrig, Kapazitätserhöhung
Erhöhung der genehmigten Abfallmenge für die Verbrennungslinien 1 und 2 von bisher 80.000t/a auf insges. 120.000t/a in der bestehenden SAV im Entsorgungszentrum Lev.-Bürrig im Chempark Leverkusen (Gem. Bürrig, Flur 19, 20, 21 Flurst. 105, 106, 107, 155, 451, 790). Wirkfaktor: Stoffliche Emissionen über den Luftweg (Stickstoffdioxid, Stickoxide, Ammoniak, ausgewählte Schwermetalle); Prüfung erfolgt im TA-Luftkreis (ca. 5km-Radius) und außerhalb des TA-Luftkreises (10km-Radius); Betrachtung der Irrelevanzschwellen für die Deposition nach KIFL (2008) und nach Vollzugshilfe Landesumweltamt Brandenburg (2005); Durch die Änderung der Verbrennungsanlage ist keine Änderung der bereits genehmigten Emissionen bzw. Immissionen verbunden. In der FFH-Vorprüfung werden die hier betrachteten Immissionen bzw. Depositionen so betrachtet, als würden sie neu hinzukommen. Untersucht wurden folgende FFH-Gebiete: DE 4808-301, DE 4809-301; DE 4405-301, DE 4807-304, DE 4907-301, 5008-301.
Die Stickstoffdeposition überschreitet im Maximalwert (0,146 kg N/(ha*a) das Abschneidekriterium von 0,10 kg N / (ha*a). Eine Aussage zu betroffenen LRTen erfolgt nicht, da die Zusatzbelastung unter dem niedrigsten Irrelevanzwert liegt. Dort befinden sich keine N-empfindlichen LRTen. Bezüglich der Schwermetalldeposition wurden folgende Stoffe untersucht: As, Pb, Cd, Ni, Hg, Cr, Cu. Festgestellt wurden keine relevanten Auswirkungen. Insgesamt kommt der Gutachter zu dem Ergebnis, dass keine erheblichen Beeinträchtigungen vorliegen (FFH-Vorprüfung, Mai 2011).
91F0 (nicht erheblich)
91E0 (nicht erheblich)
6510 (nicht erheblich)
Unterlagen vollständig:

Genehmigung:
02.10.2012

Genehmigung befristet bis:

§34 Abs. 3:
Nicht erforderlich

§34 Abs. 4:
Nicht erforderlich

Gebietsinformationen laut Standarddatenbogen

Ausführliches Natura2000-Meldedokument des Gebietes DE-4807-301 im Fachinformationssystem "Natura 2000-Gebiete in Nordrhein-Westfalen".

Fläche: 705 ha
Kreis(e): Duesseldorf, Mettmann, Rhein-Kreis Neuss
Kurzcharakterisierung: Das Gebiet stellt sich dem Betrachter als strukturreicher, rezent überfluteter grünlandominerter Rheinauenkomplex im Naturraum der Köln-Bonner Rheinebene dar. Der Überflutungsbereich des Rheins ist partiell (u.a. Zonser Grind) noch naturnah strukturiert mit Sand- und Kiesbänken, Flußmeldenfluren, Weidenufergebüschen und Silberweidenauwaldresten. Im Gebietskomplex befinden sich noch großflächige magere Flachland-Mähwiesen, die hier als artenreiche Silgen- und Glatthaferwiesen ausgebildet sind. Darin eingebettet sind einige Altgewässer und in deren Umfeld noch Röhrichte und größere Weidenauenwaldbestände.
Lebensräume von gemeinschaftlichem Interesse nach FFH-Richtlinie:
  • Naturnahe Kalk-Trockenrasen und deren Verbuschungsstadien (Festuco-Brometalia)(* besondere Bestände mit bemerkenswerten Orchidee (6210)
  • Natuerliche eutrophe Seen mit einer Vegetation des Magnopotamions oder Hydrocharitions (3150)
  • Feuchte Hochstaudenfluren der planaren und montanen bis alpinen Stufe (6430)
  • Magere Flachland-Maehwiesen (Alopecurus pratensis, Sanguisorba officinalis) (6510)
  • Auen-Waelder mit Alnus glutinosa und Fraxinus excelsior (Alno-Padion, Alnion incanae, Salicion albae) (91E0)
  • Hartholzauewaelder mit Quercus robur, Ulmus laevis, Ulmus minor, Fraxinus excelsior o. Fraxinus angustifolia (Ulmenion minoris) (91F0)
Arten von gemeinschaftlichem Interesse nach FFH- oder Vogelschutzrichtlinie:
  • Groppe
  • Steinbeißer
  • Wespenbussard
  • Schwarzmilan
  • Kammmolch
  • Eisvogel
  • Zwergsäger
  • Wachtelkönig
Startpunkt der Summationsbetrachtung: 07.12.2004
Art
Lebensraumtyp
[+] 3150 Natuerliche eutrophe Seen mit einer Vegetation des Magnopotamions oder Hydrocharitions
[+] 6210 Naturnahe Kalk-Trockenrasen und deren Verbuschungsstadien (Festuco-Brometalia)(* besondere Bestände mit bemerkenswerten Orchidee
[+] 6430 Feuchte Hochstaudenfluren der planaren und montanen bis alpinen Stufe
[+] 6510 Magere Flachland-Maehwiesen (Alopecurus pratensis, Sanguisorba officinalis)
[+] 91E0 Auen-Waelder mit Alnus glutinosa und Fraxinus excelsior (Alno-Padion, Alnion incanae, Salicion albae)
[+] 91F0 Hartholzauewaelder mit Quercus robur, Ulmus laevis, Ulmus minor, Fraxinus excelsior o. Fraxinus angustifolia (Ulmenion minoris)
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